Profil

Das Fachportal Zeitgeschichte-online ist seit 2004 im Netz. Es richtet sich vor allem an Zeithistoriker/-innen, an Studierende der Geisteswissenschaften und eine breite, an Zeitgeschichte interessierte Öffentlichkeit. Das Portal informiert über neue Forschungstrends und aktuelle Debatten des Faches Zeitgeschichte. Es greift gesellschaftliche Diskussionen und Problemlagen auf und leistet einen Beitrag zu deren historischer Kontextualisierung. Zeitgeschichte-online reflektiert den Umgang mit zeithistorischen Themen in der Öffentlichkeit und in den Medien und beobachtet den Wandel der Erinnerungskultur.

Zeitgeschichte-online bietet einen aktuellen Blick in die Entwicklung der zeithistorischen Forschung, indem neue Forschungsperspektiven und -kontroversen im Rahmen von Themenschwerpunkten behandelt und diese durch umfangreiche Materialsammlungen, Presseauswertungen und eigene Beiträge ergänzt werden.
Ein wichtiges Anliegen von Zeitgeschichte-online ist die historische Kontextualisierung aktueller Ereignisse und öffentlicher Debatten.
Zeitgeschichte-online beobachtet zudem den Umgang mit zeithistorischen Themen in den Medien, in Filmen und in Ausstellungen und spiegelt somit die Konjunkturen und den medialen Umgang mit der Zeitgeschichte in allen gesellschaftlichen Bereichen.
Und schließlich führt Zeitgeschichte-online bereits vorhandene und sehr vielfältige Angebote zusammen und ermöglicht einen gezielten Einblick in die zeithistorische Forschungslandschaft im Internet.
Information, Kontextualisierung und Beobachtung auf Zeitgeschichte-online kompensieren somit zum einen eine Lücke in der Berichterstattung der Medien, die Ereignisse und Kontroversen in der Regel aus einer gegenwärtigen Perspektive aufnehmen und darstellen. Zum anderen ist das Portal ein eigenes Forum, das eine Verbindung zwischen einer oft noch hermetischen Fachcommunity und der Öffentlichkeit herstellt. Damit setzt Zeitgeschichte-online auf Dialog und Offenheit, aber auch auf die Möglichkeit von Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen aus der zeithistorischen Forschung heraus.

Das Interesse am Experimentieren mit neuen medialen Formen der historischen Repräsentation zeigt sich bei Zeitgeschichte-online in der Nutzung verschiedener Formate. So finden sich neben den fachwissenschaftlichen Beiträgen zu einzelnen Themen auch wissenschaftsjournalistische Texte und klassische Formen der Film- beziehungsweise Literaturkritik. Wobei es hier jedoch wenig Berührungsängste gibt, Themen aufzugreifen, die auf den ersten Blick (noch) keine historische Dimension haben, sondern sehr gegenwärtig erscheinen.
Mit seinen Rubriken und Beiträgen nutzt Zeitgeschichte-online zudem die Möglichkeiten des Mediums und bindet die verschiedensten audiovisuellen Darstellungsformen ein.
Beginnend mit den Service-Angeboten zu Presse, Rundfunk und Fernsehen ermöglicht Zeitgeschichte-online mit der Rubrik Kommentar Zeithistoriker/-innen ein Forum, aktuelle gesellschaftliche Debatten aus einer zeithistorischen Perspektive heraus zu kommentieren.
Dagegen bündeln die zweimal jährlich erscheinenden Themenschwerpunkte Forschungsergebnisse zu Bereichen der zeithistorischen Forschungslandschaft. Neben eigenen Beiträgen und ausgewählten Reprints bieten diese Themenschwerpunkte umfangreiche Materialsammlungen, in denen Quellenmaterial, Bibliographien, Presseauswertungen sowie Listen forschungsrelevanter Institutionen gesammelt und regelmäßig aktualisiert werden.
Mit der Rubrik Interview begleitet Zeitgeschichte-online den Wandel der Disziplin und etablierte somit ein Forum der Information und des Austauschs, das über den Rahmen nüchterner Wissenschaftsnachrichten hinausgeht und die Akteure selbst zu Wort kommen lässt. In den Rubriken Film/TV und Geschichtskultur geht es hingegen um die Bearbeitung zeithistorischer Themen in Spiel- und Dokumentarfilmen sowie in zeitgenössischen Ausstellungen, in Literatur und Kunst.

Zum Herausgebergremium von Zeitgeschichte-online gehört neben dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) eine Redaktion, bestehend aus Wissenschaftler/innen des ZZF und der Humboldt-Universität zu Berlin und einem wissenschaftlichen Beirat. Der Beirat setzt sich ausschließlich aus externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, die sowohl aus dem universitären Bereich als auch aus Forschungsinstituten und öffentlichen Einrichtungen kommen. Die beteiligten Gremien sind im Impressum klar erkennbar und garantieren die Einhaltung wissenschaftlicher Qualitätsstandards.
Die Redaktion von Zeitgeschichte-online agiert zudem redaktionell und inhaltlich im Verbund mit dem Online-Nachschlagewerk Docupedia-Zeitgeschichte  und mit der Zeitschrift Zeithistorische Forschungen, die als Print- und als Online-Ausgabe erscheint.

Potsdam, 4. Dezember 2012

English version

The collaborative platform „zeitgeschichte-online“, a project by the Centre for Contemporary History (Zentrum für Zeithistorische Forschung, ZZF) and the Berlin State Library (Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz, SBB), exists since January 2004 to present questions within contemporary history online. We act as a conduit between professions interested in contemporary history, a still hermetic academia and a broadly interested general public. Our endeavour is both to depict and distribute more recent results in contemporary history research and to critically evaluate their portrayal in art, literature and film.

Zeitgeschichte-online offers an uptodate perspective on the development of the study of contemporary history, featuring, in changing themes, new approaches and controversies, as well as extensive archival collections, press clippings and own contributions. Zeitgeschichte-online seeks to place current events and public debates within their historic context. Furthermore, Zeitgeschichte-online monitors the treatment of contemporary history within the media, cinema and exhibitions, thus mirroring the media’s engagement in contemporary history across society. Lastly, Zeitgeschichte-online aggregates diverse existing resources, thus offering a concentrated representation of the study of contemporary history online.

On the one hand, the information, contextualisation and observations on Zeitgeschichte-online complement the media’s reporting of current events and controversies which may suffers from a bias towards a contemporary and not historical perspective. On the other hand, the portal acts as a forum that links the somewhat isolated academic contemporary history community to a wider public. In this way Zeitgeschichte-online seeks open dialogue, but also opportunities to give opinions to socially relevant topics from the perspective of the study of contemporary history. The use of a variety of media formats to represent history shows the desire to innovate and experiment of Zeitgeschichte-online. Academic papers stand next to more journalistic essays, film and literature reviews; and there is no recalcitrance against the treatment of seemingly contemporary issues that at first glance seem to lack a historic dimension.

Zeitgeschichte-online embraces the possibilities offered by online media to embed audio and video within its articles and sections. Next to offering services for the press, television and radio, the section Kommentar („opinion“) gives historians a platform to comment on contemporary events and current debates from a contemporary history perspective. Moreover, the biannual Themenschwerpunkte („highlighted topics“) present recent research results of select topics within contemporary history. The Themenschwerpunkte include both site-only content and selected reprints, as well as extensive, continuously updated, collections of additional materials, which contain source documents, bibliographies, analyses of press reports and lists of relevant institutions. With the Interview section, Zeitgeschichte-online is part of a change within contemporary history; it acts as a forum beyond academic news where the actors behind the stories can voice their personal opinions.  The sections Film/TV and Geschichtskultur („history in culture“), however, engage with the representation of themes from contemporary history in documentaries and film dramas, exhibitions, literature and art.

Behind Zeitgeschichte-online are both the Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) and an editorial board consisting of academics from the ZZF, the Humboldt University Berlin and an academic board with external academics from universities, research institutes and public institutions. The impressum details the involved academics clearly, and their role is to guarantee high academic standards. Additionally, he editorial board of Zeitgeschichte-online works with the online encyclopedia Docupedia-Zeitgeschichte and the magazine Zeithistorische Forschungen, which as available both in print and online.