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Flyer der Internationalen Konferenz „Unmögliche Ordnung“, Mai 2017

Flyer der Internationalen Konferenz „Unmögliche Ordnung – Europa, Macht und die Suche nach einem neuen Migrationsregime“, Mai 2017
(Designed by Charlotte Boccone)

Unmögliche Ordnung. Europa, Macht und die Suche nach einem neuen Migrationsregime
Internationale Konferenz (Mai 2017)
Hg. von
Marion Detjen und Frank Wolff
unter Mitarbeit von Henrike Voigtländer
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Internationale migrationshistorische Konferenz vom 11. bis 13. Mai in der Gedenkstätte Berliner Mauer (Besucherzentrum, Bernauer Straße 119)

Unmögliche Ordnung. Europa, Macht und die Suche nach einem neuen Migrationsregime

Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich Migration in und nach Europa grundlegend gewandelt. Um auf diesen Wandel zu reagieren, entwickelte die EU ein System der Grenzsicherung, das scharf zwischen innerer Freizügigkeit und äußerer Abschottung unterscheidet, sich dabei aber weder als human noch als auf Dauer praktikabel erweist. Statt des „Eisernen Vorhangs“ wurde die „Festung Europa“ zum prägenden Bild, kaum weniger brutal und zudem vom Scheitern bedroht.

Die transdisziplinär und transakademisch angelegte Konferenz Unmögliche Ordnung. Europa, Macht und die Suche nach einem neuen Migrationsregime beschäftigt sich mit der jüngsten Geschichte der Suche nach einer „unmöglichen Ordnung“ in Europa; einer Suche, die auf allen Ebenen und von einer Vielzahl von Akteuren, unter Einschluss der Migrant*innen, betrieben wurde und wird. Die Konferenz führt das Versagen auf eine entscheidende Differenz zurück, die Akteure und Institutionen gleichermaßen überfordert: die Differenz zwischen dem Ordnungs- und Machtwillen und dem kreativen menschlichen Handeln. Migration bestätigt immer die herrschende Ordnung, fordert sie aber gleichzeitig auch heraus. Daraus entsteht für Europa eine Dynamik, die bisher kaum beachtet wird: Das Migrationsgeschehen, die Debatten und der Umgang damit verändern das, was wir als Europa kennen, und umgekehrt. Wenn wir nach Migrationsordnungen suchen, suchen wir auch nach einer europäischen Identität.

Auf der Konferenz werden internationale Migrationsforscher*innen, Journalist*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und Studierende an dem historischen Ort der Gedenkstätte Berliner Mauer diese Suche und diesen Zusammenhang diskutieren. Eine Ausstellung migrantischer und geflüchteter Studierender des Bard College Berlin und der Akademie der bildenden Künste Wien wird die Diskussionen einrahmen.

Die Konferenz ist eine Veranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, von der Andrea von Braun Stiftung, der Stiftung Berliner Mauer und dem Bard College Berlin unterstützt. Weitere Kooperationspartner sind die American Academy in Berlin, das Centre Marc Bloch und das Institut für Migration und Interkulturelle Studien Osnabrück.

Auf Zeitgeschichte-online werden wir die Konferenz mit biographischen Informationen, Zitaten der Beiträger*innen und Audio- und Video-Mitschnitten dokumentieren. Außerdem wird ein Team von Studierenden der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Potsdam und des Bard Colleges Berlin zu den einzelnen Panels auf Deutsch und auf Englisch bloggen.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Simultanübersetzung wird bereitgestellt.

Konferenzprogramm

Referent*innen

International Conference on Contemporary European Migration History, May 11–13, Berlin Wall Memorial (Visitor Center, Bernauer Straße 119)

The Impossible Order. Europe, Power, and the Search for a New Migration Regime

Since the end of the Cold War migration within and to Europe has changed fundamentally. As a response, the EU has developed a system that sharply distinguishes between internal freedom of movement and harsh isolation against the outside. This is far from a feasible, let alone humane, migration order. The ‘Iron Curtain’ morphed into ‘Fortress Europe,’ an image of similar brutality and paradoxical instability.

The conference will address the search for a comprehensive migration regime in Europe over the last three decades. It focuses on the dynamic caused by the tension between the political will to establish order and control on the one hand, and creative human action that disrupts such attempts on the other. Migration always confirms prevalent power structures as much as it challenges them. Meanwhile, the debates and decisions on migration in Europe do not only change the migration processes but also the Europe that we know. The never-ending search for a European migration regime also is the never-ending search for a new European identity.

International migration researchers, journalists, historians, artists, activists and students will discuss the contemporary  history of the search, at a historical site, the Berlin Wall Memorial. An exhibition of migrant and refugee students from Bard College Berlin and the Academy of Fine Arts, Vienna, will frame the discussions.

The Conference is organized by the Center for Contemporary History, Potsdam, and supported by the Federal Agency for Political Education, the Andrea von Braun Foundation, The Berlin Wall Memorial and Bard College Berlin. It also cooperates with the American Academy in Berlin, the Centre Marc Bloch and the Institute for Migration and Intercultural Studies, Osnabrück.

The Conference will be held in English and German, and there will be simultaneous translation.

Here, on the website of Zeitgeschichte-online, you will find biographical information and quotes dedicated to the Conference by the participants, plus audiovisual recordings and a blog written by students from Bard College Berlin, Humboldt University and University Potsdam on the individual panels, in English or German.

Conference Program

Speakers, chairs, moderators

Zum Nachlesen finden Sie Beiträge zum Thema Migration, Bevölkerungs- und Transformationsgeschichte
auf Zeitgeschichte-online in den Zeithistorischen Forschungen und auf Docupedia