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Das Comeback sozialistischer Heldenmetaphern: Diese beiden Freiheitshelden begrüßen die Besucher des Independence Memorial Museums in Windhoek am Eingang. Haltung und Symbolik sind beliebig, die Frauenrolle merkwürdig. © Laufer, 2013.

Nationalgeschichte als Befreiungs-Saga: Das Independence Memorial Museum in Namibia
Ein Beispiel für die Rolle Nordkoreas als Anbieter für nationale Narrative in Afrika
von
Ulrike Laufer
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Die Zeit des „Ochsenkarren-Narrativs“ scheint in Namibia endgültig vorbei zu sein – zumindest im National Museum in der Hauptstadt Windhoek.

Gegründet 1907 als Landesmuseum unter deutscher Leitung, erzählte das Museum noch lange Zeit nach der Überführung der ehemaligen Deutsch-Südwestafrikanischen Kolonie in die britische, dann südafrikanische Oberhoheit westlich geprägte Zivilisationsgeschichte durch Händler, Siedler und Wissenschaftler. Der Ochsenkarren war selbst noch nach dem Bau der ersten Eisenbahnen das einzig probate Fortbewegungs- und Transportmittel durch endlose Wüsten und Steppen des südlichen Afrikas. Er wurde zum Symbol eines „guten Kolonialismus“ und Mittelpunkt spät- und postkolonialer Erfolgsgeschichten wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritts unter dem Einfluss weißer Siedler und Unternehmer. Das National Museum of Namibia hat mindestens einen Ochsenkarren in seiner Sammlung.

Abb. 1: Das Diorama des Ochsenkarrentrecks im Museum Swakopmund. Die Anzahl der für die Fortbewegung des Ochsenkarren notwendigen Gespanne machte eine Zweiteilung notwendig. © Laufer, 2013.
 

Das Haus war, wie viele deutsche Landesmuseen der Jahrhundertwende ursprünglich ein Mehrspartenhaus. In den 1960er Jahren erfolgte erstmals die Trennung zwischen den naturhistorischen und ethnologischen Bereichen der Ausstellung einerseits und der historischen Abteilung andererseits. Die zunächst nur partielle Unterbringung der Sammlungen in der Alten Feste, dem militärischen Hauptstützpunkt Deutsch-Südwestafrikas in Windhoek, verlieh der Darstellung der politischen Geschichte Authentizität. Ein Großteil der Ausstellung blieb nach der Trennung erhalten, aber einiges änderte sich. So wurden etwa Exponate des „weißen“ Alltags mit Artefakten anderer Namibianischer[1] Ethnien ergänzt und die Räume, die den Befreiungskampf und die Staatsgründung darstellten, neu gestaltet.[2]

In der Öffentlichkeit entzündete sich die Diskussion über die noch immer vorherrschende Dominanz des „weißen Narrativs“ in dieser nationalen Geschichtsdarstellung. Allerdings weniger am Museum und seinen Exponaten als vielmehr an dem vor dem Museum – damals noch Alte Feste – zu "Kaisers Geburtstag" 1912 aufgestellten Reiterdenkmal. Der deutsche Gouverneur Theodor Seitz verkündete damals:  „Der eherne Reiter der Schutztruppe, der von dieser Stelle aus in das Land blickt, verkündet der Welt, daß wir hier Herrn sind und bleiben werden.“[3] Zum Jahreswechsel 2014, im Vorfeld der Einweihung des Independence Memorial Museums erinnerte nicht nur der namibianische Präsident Pohamba an diesen Missgriff in Wortwahl und Selbstverständnis. Wenige Tage zuvor, in der Weihnachtsnacht 2013, hatte die Regierung in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ den Rider mit Hilfe nordkoreanischer Arbeiter in den Hof des Nationalmuseums transportieren lassen.

Präsident Hifikepunye Pohamba bot protestierenden deutschstämmigen Namibianern das Reiterdenkmal an, unter der Bedingung, dass sie es nach Deutschland zurückschafften. Das Angebot der „Rückgabe“ des Reiterdenkmals wurde in emotional sehr aufgeladener Stimmung am 11. März 2014 ausgesprochen: Anlass waren die Feierlichkeiten zur Rückkehr von einigen Skeletten der Herero, Nama, Damara, Ovambo und San in Anwesenheit der politischen Eliten des Landes und einiger hundert Zuschauer. Die Skelette – überwiegend Schädel – waren zu Anfang des 20. Jahrhunderts unter anderem für sogenannte „rassekundliche Studien“ aus Deutsch-Südwestafrika an die Universitäten Berlin und Freiburg geschickt worden.[4] An einer „Heimholung nach Deutschland“ bestand kein Interesse. Der Rider steht auch nicht mehr an dem provisorischen Platz im Hof des Museums. Ob er in das Depot des Museums verfrachtet wurde oder vielleicht gar nicht mehr existiert, ist ungewiss.

 

Nordkoreanische „Memorial“-Produktion in Namibia

Schon 2002 beim Bau des Heroes´ Acre in den Auasbergen südlich von Windhoek hatte man auf nordkoreanisches Know-how bei der Konzeption und Errichtung nationaler Monumente zurückgegriffen. Die beauftragte koreanische Firma vertreibt Denkmäler und Nationalmuseen als Katalogware in Afrika. Zu der nationalen Gedenkstätte für die Befreiungskämpfer, dem Heroes´ Acre, gehören ein 15 Meter hoher Obelisk, eine davor platzierte Standfigur eines bronzenen Freiheitskämpfers (in dem viele den Gründungspräsidenten Sam Nujoma erkennen wollen), ein Heldenfriedhof, ein gepflasterter Paradeplatz, eine Tribüne für 5.000 Zuschauer, eine „Ewige Flamme“ sowie Parkplätze und ein Restaurant. Die Qualität des Baus und seine Gestaltung werden seit der Einweihung seitens der Öffentlichkeit hinterfragt und diskutiert.[5]

Im ganzen Land entstanden weitere Monumente in diesem Stil, während gleichzeitig die Planungen für das Independence Memorial Museum in der Hauptstadt Windhoek voranschritten. Und auch hier lagen Planung und Ausführung in der Hand derselben Firma: des nordkoreanischen Staatsunternehmens Mansudae Overseas Projects, das von der Familie des Staatspräsidenten Kim Jong-il bzw. Kim Jong-un kontrolliert wird. Während die Leitung des Nationalmuseums in die Planungen involviert war, gab es für die Öffentlichkeit kaum Informationen über das architektonische Konzept und die Inhalte der Ausstellung. Nur zögerlich wurden erste Skizzen des Baus verbreitet. In der Bevölkerung stießen diese auf Befremden und man fragte sich, mit welchen Exponaten dieser pompöse Bau überhaupt gefüllt werden solle. Zudem wurde die Besorgnis laut, Nordkorea würde nicht nur die Architektur, sondern den Inhalt gleich mitliefern. Im Jahr 2007 wurde der 100. Geburtstag des Nationalmuseums unter anderem mit einer ausführlichen Chronik zur Geschichte des Hauses festlich begangen - das bereits in Planung begriffene Independence Memorial Museum fand dabei keine Erwähnung.[6]

In den folgenden Jahren verwahrloste der in der Alten Feste untergebrachte historisch-politische Bereich des Nationalmuseums zusehends, und der Verfall der Exponate machte auch vor den Sammlungen nicht Halt. Das betraf vor allem die ausgestellten Nutzfahrzeuge verschiedenster Art, zu dem der erwähnte symbolträchtige Ochsenkarren gehörte. Dessen irreversible Beschädigung durch die Unterbringung auf der offenen Veranda des Museums war unter den klimatischen Bedingungen Namibias nur eine Frage der Zeit. Im Jubiläumsjahr 2007 stellte man den Ochsenkarren im Rahmen einer Ausstellung um, vor das Gebäude mit der ethnologischen und naturhistorischen Sammlung.

Abb. 2: Dezember 2013: Ein Namibianer posiert vor dem Reiterdenkmal. Im Hintergrund die Veranda der Alten Feste. Der junge Mann hatte sich als eines der von der DDR aufgenommenen Flüchlingskinder aus Angola zu erkennen gegeben, die von der Bundesrepublik 1990 wieder in die Heimat zurückgeschickt worden waren. © Laufer, 2013.
 

2009 begann der Bau des Independence Memorial Museums. Dafür musste der Rider, also das Reiterdenkmal aus Kaiserzeiten, seinen prominenten Platz zwischen Christuskirche und Alter Feste aufgeben.[7] Er fand eine neue Bleibe am Eingang des National Museums in der Alten Feste. Die Eröffnung des, dem äußeren Anschein nach längst fertig gestellten Independence Memorial wurde zwar seit 2010 erwartet, verzögerte sich jedoch von Jahr zu Jahr. Ein Besuch in der Alten Feste im Dezember 2013 vermittelte einen kläglichen Eindruck. Nur ein geringer Teil der Exponate war in Vitrinen untergebracht und intakt. Die Leitung des Museums entschuldigte sich für diese Zustände und verwies bereits am Eingang mit einer Notiz auf den geplanten Transfer der Objekte in das benachbarte neue Memorial Museum, dessen Eröffnung unmittelbar bevorstehe.

Die Eröffnung des Independence Memorial Museums fand schließlich am 20. März 2014 statt, am Vorabend des 24. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung Namibias. Die geladenen Gäste konnten auf verschiedenen Ebenen den Weg Namibias in die Unabhängigkeit nachvollziehen. Alle Ebenen waren im gleichen Stil eingerichtet: Mit großflächigen Gemälden, denen Bronzereliefs zugeordnet waren, ebenso Reproduktionen von Fotografien und anderen graphischen Vorlagen sowie Audio- und Video-Aufnahmen. Erklärende Texte fehlten allerdings weitgehend. Zu den Exponaten gehörten auch Objekte aus dem Freiheitskampf, wie Uniformen, nachgebaute Waffen bis hin zu einer rekonstruierten Panzer-Szenerie oder dem Nachbau einer Gefängniszelle auf Robben Island. Als „Highlight“ charakterisierte die Tageszeitung „The Sun“ die von den Ausstellungsmachern selbst so bezeichnete „Chamber of Horrors“, in dem der Völkermord an den Herero und den Nama im Zuge des Aufstandes gegen die deutsche Kolonialherrschaft zwischen 1904 und 1908 thematisiert wurde. Es folgten weitere Stationen des mehr als dreißigjährigen, für die Bevölkerung überaus leidvollen Kampfes für die Unabhängigkeit gegen das südafrikanische Apartheid-Regime. Dabei handelt es sich überwiegend um stereotypische Darstellungen von Kampfszenen und Schlachtfeldern, wie dem Cassinga Massaker am 4. Mai 1978.[8]

Abb. 3: Dezember 2013: Blick auf das Independence Memorial Museum mit noch nicht gestalteter Freifläche. © Laufer, 2013.
 

Comeback koreanischer Heldenmythen im Independence Memorial Museum

Angesichts der Gestaltung der Ausstellung bestätigten sich die Befürchtungen hinsichtlich einer nordkoreanischen „Komplettlösung“ für das Independence Memorial Museum. So waren sämtliche Reliefs und Gemälde vom Mansudae Art Studio in Nordkorea angefertigt worden, dem 1959 gegründeten Mutterhaus von Mansudae Overseas Projects. Sie ist die größte Kunst-Werkstatt Nordkoreas mit rund 5.000 Beschäftigten, darunter 1.000 Künstler für Keramiken, Holz- und Bronzeskulpturen, Bauwerke und schließlich auch für großflächige Gemälde in altkommunistischem Propaganda-Stil.

Zum Museum in Namibia gehören ferner drei ebenfalls von koreanischer Hand produzierte „Außenposten“. Direkt am Eingang befindet sich die Sam Nujoma-Statue, anstelle des alten Reiter-Denkmals vor der „Alten Feste“, das Genocide Memorial, welches die Qualen der einheimischen Bevölkerung im Kampf gegen die deutsche Kolonialherrschaft symbolisieren soll, und schließlich ein riesiges „Billboard“, das direkt vor dem Museum an einer viel befahrenen Straßenkreuzung aufgestellt wurde und eine Art Geschichtszusammenfassung im Comic-Stil darstellt.

Präsident Pohamba ließ in seiner Rede zur Einweihung keinen Zweifel daran, dass das neue Independence Memorial die Aufgaben eines Nationalmuseums übernehmen solle: „The displays in the Museum tell Namibia´s history from the early times, when our people lived mainly as pastoralists, to the historic day of the birth of our Republic on 21st March 1990. The history of Namibia and the diversity of our people is told in captivating details. This Museum is indeed a welcome addition to our national efforts to reinforce a common identity and a sense of belonging for all Namibians.”[9]

Abb. 4: Die Wahlkabine aus den ersten freien Wahlen in Namibia 1990 war in der inzwischen nicht mehr vorhandenen Ausstellung in der Alten Feste zu sehen. Mit Plakaten und einer großen Erinnerungsvitrine zur Eröffnung des ersten Parlaments bildeten sie ein feierlich-staatstragendes Ensemble. © Laufer, 2013.
 

Bereits vor seiner Eröffnung wurde das neue Nationalmuseum vielfach als „struggle museum“ und aufgrund seiner Form als „coffeepot“ bezeichnet. Doch nicht alle Namibianer teilten die kritische Haltung gegenüber der monströsen Architektur und der plakativen Darstellung des Memorial. Die eindrucksvolle Überblicksdarstellung und die Thematisierung der historischen Etappen bis zur Gründung des eigenständigen Staates Namibia finden auch Zustimmung. Allgemein wird jedoch kritisiert, dass die Produktion der Gemälde und Kunstwerke nicht von namibianischen Künstlern übernommen wurde, so dass große Summen ins Ausland flossen und sich schließlich Fehler in die Überlieferungen einschleichen konnten.[10] Anstoß erregen auch die weltweit überwunden geglaubten sozialistischen Heldenmetaphern, von denen man meint, dass sie allenfalls noch in Nordkorea und im verbündeten China anzutreffen seien. Sie feiern nun dank der nordkoreanischen „Memorial“-Produktion in Afrika ihr Comeback.

Trotz der bereits im Vorfeld laut werdenden Kritiken hielten Präsident Pohamba und die regierende SWAPO-Partei unerschütterlich an der Zusammenarbeit mit den Nordkoreanern fest. Dahinter mögen eventuell wirtschaftliche Verbindungen Namibias zu China und Nordkorea stehen. Insbesondere China investiert hohe Summen in die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Namibia. Dieses Land verfügt über wertvolle Rohstoffvorkommen (unter anderem Uran) und könnte, würden diese nicht außerhalb des Landes verwertet werden, ein reiches Land sein. Dies wiederum liegt nicht im Interesse des Nachbarlandes Südafrika, mit dem Namibia wirtschaftlich und finanzpolitisch eng verflochten ist. Namibia hofft jedoch darauf, dass sich aus dem alles beherrschenden „Made in South Africa“ ein „Made in Southern Africa“ entwickeln wird – vielleicht sogar mit Hilfe deutscher Investoren.[11]

Die Darstellung der Kulturgeschichte des gesamten südlichen afrikanischen Raumes in einem namibianischen Nationalmuseum würde das Bemühen Namibias um mehr Gewicht und Bedeutung innerhalb dieses Region unterstützen und zugleich zu einer Anerkennung und kulturhistorischen Zusammenführung aller hier versammelter Ethnien führen. Auf diese Weise käme der Ochsenkarren, als ursprüngliches Gefährt der „Dorslandtrekker“ lange vor der deutschen Kolonialzeit, zu der musealen Würdigung, die seiner Bedeutung und Rolle entspricht. Die Aufwertung des zweiten Teils des National Museum of Namibia zu einem Natur und Kultur verknüpfenden Museum, das die Entwicklung Namibias in den südafrikanischen Kontext einbettet, würde der „Black Consciousness“ unter der jungen Generation innerhalb der Afrikanischen Union neuen Aufwind geben und nicht zuletzt ein kulturhistorisch wertvolles Segment in der boomenden Tourismusindustrie des Landes bieten.

Trotz aller Mängel verdient das Independence Memorial Museum Respekt, auch entgegen unserer an wissenschaftlichen Standards und offenen Debatten geschulten Erwartungen. Insbesondere den vielen deutschen Touristen ist der Besuch zu empfehlen, denn die Romantisierung der Südwester-Kolonialzeit ist auch in Deutschland noch latent und findet in der bundesrepublikanischen Museumslandschaft kaum einen wirkungsvollen Gegenpol. Die reiche Kultur des südlichen Afrikas hat allerdings mehr zu bieten als eine mit überkommenen kommunistischen Propagandamethoden dargestellte Chronologie der Unabhängigkeitsrevolten und –kämpfe.
 


[1] Die Autorin folgt dem in Namibia üblichen Sprachgebrauch und nicht dem deutschen Duden, nach dem es  „Namibischer“ heißen müsste.
[2] Siehe dazu Enid Schildkrout, Museums and Nationalism in Namibia, in: Museum Anthropology, 1995, Bd. 15/2, S. 65-77.
[3] Reinhart Kößler, Der Windhoeker Reiter, in: Jürgen Zimmerer (Hg.), Kein Platz an der Sonne, Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung), Bonn 2013, S. 458-472, hier S. 462.
[4] Schon 2011 waren erste Gebeine und Schädel namibianischen Ursprungs aus dem Berliner Völkerkundemuseum wieder nach Namibia gebracht worden – siehe dazu: Anja Laukötter, Das Völkerkundemuseum, in: Jürgen Zimmerer (Hg.), Kein Platz an der Sonne, Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung), Bonn 2013, S. 231-243, hier S. 232 und im selben Band: Holger Stoecker, Knochen im Depot: Namibische Schädel in anthropologischen Sammlungen aus der Kolonialzeit, S. 442-457.
[5] Siehe dazu und zur Dominanz der nordkoreanischen Firma: Henning Melber, Nachkoloniale Heldenverehrung in Namibia, in: Der Überblick, Zeitschrift für ökumenische Begegnung und internationale Zusammenarbeit 4/2002, S. 91. (Auch unter: www.der-ueberblick.de/ueberblick-archiv [16.11.2014]).
[6] Antje Otto-Reiner, From Landesmuseum to National Museum of Namibia. 100 Years (1907-2007) A Chronology of an African Museum, (Hg. The National Museum of Namibia) Windhoek 2007.
[7] Siehe dazu Winfried Speitkamp, Kolonialdenkmäler, in: Jürgen Zimmerer (Hg.), Kein Platz an der Sonne, Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 1405), Bonn 2013, S. 409-423, hier S. 419.
[8] An diesem Tag bombardierten und überfielen südafrikanische Streitkräfte einen Stützpunkt der SWAPO im südlichen Angola. Insgesamt 600 Menschen starben, darunter 122 Kinder. Der 4. Mai ist seit der Unabhängigkeit Namibias ein nationaler Gedenktag.
[9] Statement by his Excellency Dr. Hifikepunye Pohamba, President of the Republic of Namibia on the occasion of the inauguration of The Genocide Memorial Statue, The Sam Nujoma Statue and The Independence Memorial Museum, 20. März 2011. (unter: http://www.noodls.com/view/694A3E634A020571213D7D20D74311865813F400?3990xxx1395334227 [16.11.2014]).
[10] So spielten etwa Kinder in namibianischen Dörfern nicht mit Teddybären, die aber in einer der Darstellungen zu sehen sind.
[11] „Namibia schickt sich zum Aufstieg an“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.6.2014, S. 20.