Pressespiegel zur Debatte um das Auswärtige Amt und seine Vergangenheit
Ausgewählte Artikel und Interviews
Hg. von
Georg Koch und Matthias Speidel und Christian Mentel
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Soweit möglich, wurde bei Artikeln, die sowohl in der gedruckten Ausgabe als auch elektronisch erschienen, das Datum und der Titel der Printvariante angegeben. Onlineartikel sind in vielen Fällen anders betitelt als ihre – inhaltlich meist identischen – gedruckten Gegenstücke und weichen in ihrem Erscheinungsdatum teilweise um einige Tage ab. Inhaltlich identische Artikel in unterschiedlichen Zeitungen (etwa im Fall der "Frankfurter Rundschau" und der "Berliner Zeitung") wurden nur einmal angeführt.


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FAZ.net, 23.10.2010, Grund der Dienstreise: "Liquidation von Juden"
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/das-auswaertige-amt-und-der-holocaust-grund-der-dienstreise-liquidation-von-juden-11050174.html
Wie tief war das Auswärtige Amt in den Nationalsozialismus verstrickt? Der dieser Tage erscheinende Bericht der Historikerkommission zeichnet eine schockierende Bilanz. Die Zielmarke 'Endlösung' sei früh erkennbar gewesen.


Sueddeutsche.de, 23.10.2010, Grund der Dienstreise: "Liquidation von Juden"
http://www.sueddeutsche.de/politik/das-auswaertige-amt-und-der-holocaust-grund-der-dienstreise-liquidation-von-juden-1.1015311
Lange Zeit verbreitete das Auswärtige Amt die Legende, seine Mitarbeiter hätten nichts mit dem Holocaust zu tun gehabt. 65 Jahre später stellen Historiker nun fest: Die Diplomaten waren tief in die braunen Verbrechen verstrickt.


Spiegel-online, 23.10.2010, Deutsche Diplomaten waren am Holocaust beteiligt
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-zum-auswaertigen-amt-deutsche-diplomaten-waren-am-holocaust-beteiligt-a-724949.html
"Das Auswärtige Amt war eine verbrecherische Organisation": Historiker kommen in einer neuen Studie zur Rolle der deutschen Diplomaten im "Dritten Reich" nach Informationen des SPIEGEL zu einem deutlichen Urteil. Die Untersuchung war von Joschka Fischer in Auftrag gegeben worden.


Frankfurter Rundschau (online), 23.10.2010, Auch Diplomaten waren am Holocaust beteiligt
http://www.fr-online.de/politik/historikerkommission-auch-diplomaten-waren-am-holocaust-beteiligt,1472596,4769562.html
Anders als über Jahrzehnte verbreitet, habe sich das Amt nicht vom NS-Apparat abgegrenzt, sondern diesem auch bei der Judenvernichtung zugearbeitet. Das haben Recherchen einer Historikerkommission ergeben.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 24.10.2010, "Zweck der Dienstreise: Liquidation von Juden", Eckart Conze und Thomas Karlauf im Gespräch mit Frank Schirrmacher
http://www.faz.net/artikel/C31678/ns-verstrickung-des-auswaertigen-amtes-die-zielmarke-endloesung-war-sehr-frueh-erkennbar-30002360.html
Das schiere Ausmaß, in dem die angeblich sauber gebliebenen Diplomaten beim Völkermord kollaborierten, ist schockierend: Ein Gespräch mit den Historikern Eckart Conze und Thomas Karlauf über den Bericht der Historikerkommission zum Auswärtigen Amt.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 24.10.2010, Das ist jetzt der Nachruf, den sie wollten, Joschka Fischer im Gespräch mit Frank Schirrmacher
http://www.faz.net/artikel/C31678/im-gespraech-joschka-fischer-das-ist-jetzt-der-nachruf-den-sie-wollten-30315095.html
In seiner Zeit als Außenminister setzte Joschka Fischer eine Historikerkommission ein, um die Geschichte seines Hauses aufarbeiten zu lassen. Im Gespräch mit Frank Schirrmacher begründet er diesen Schritt und zeigt sich entsetzt über das Ergebnis.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 24.10.2010, Die Täter vom Amt, von Frank Schirrmacher
http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~EA94AE0BF2DA54254A788103BE40C4715~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Der Bericht der Historikerkommission ergibt: Das Auswärtiges Amt war systematisch an der Judenvernichtung beteiligt. Die Karrieren der Diplomaten gingen nach 1945 bruchlos weiter.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 24.10.2010, Es geht hier nicht um meinen Vater, Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Frank Schirrmacher
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/im-gespraech-richard-von-weizsaecker-es-geht-hier-nicht-um-meinen-vater-1582359.html
Welche Rolle spielte Ernst von Weizsäcker im NS-Vernichtungsapparat? Ein Gespräch mit Richard von Weizsäcker über die Friedensbemühungen seines Vaters als Staatssekretär im Auswärtigen Amt, über dessen Rolle bei der Ausbürgerung von Thomas Mann und über das damalige Wissen um die Judenvernichtung.


Frankfurter Rundschau (online), 24.10.2010, Schatten über dem Außenamt, von Daniel Haufler
http://www.fr-online.de/politik/holocaust-schatten-ueber-dem-aussenamt,1472596,4771740.html
Besonders erschreckend sind vor allem zwei Erkenntnisse aus einem neuen Historiker-Bericht: Wie stark das Außenministerium in den Holocaust verwickelt gewesen ist, und wie dreist es nach dem Krieg gesuchten NS-Kriegsverbrechern geholfen hat.


Sueddeutsche.de, 24.10.2010, Der Muff von 60 Jahren, von Johannes Aumüller
http://www.sueddeutsche.de/politik/historikerbericht-zum-auswaertigen-amt-der-muff-von-jahren-1.1015417
Der Bericht zur Rolle des Auswärtigen Amtes bei der Judenvernichtung und zum Umgang mit den Tätern nach dem Krieg ist erschütternd. Es passt, dass die Aufarbeitung auch ein Verdienst des früheren 68ers Joschka Fischer ist.


Zeit-online, 24.10.2010, Deutsche Diplomaten waren Täter
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/holocaust-diplomaten-historikerkommission
Laut einer Studie von Historikern hat sich das Auswärtige Amt nicht wie bisher behauptet vom NS-Apparat abgegrenzt. Es war aktiv an der Judenvernichtung beteiligt.


Welt-online, 24.10.2010, Historiker – Deutsche Diplomaten tief in Holocaust verstrickt
http://www.welt.de/aktuell/article10504757/Historiker-Deutsche-Diplomaten-tief-in-Holocaust-verstrickt.html
Das Auswärtige Amt war offenbar tiefer in den Holocaust verstrickt als bisher angenommen. Diplomaten des Ministeriums hätten maßgeblich an der Ermordung von Juden mitgewirkt, heißt es im Abschlussbericht der 2005 vom Außenamt eingesetzten Historikerkommission, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und der "Spiegel" vorab berichteten. Die Studie wird am Donnerstag im Auswärtigen Amt übergeben.


Deutschlandfunk, 25.10.2010, Eine verbrecherische Organisation, von Otto Langels
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1303812/
Dass deutsche Diplomaten des Auswärtigen Amtes aktiv am Holocaust mitwirkten und ihre weitere Karriere im Nachkriegsdeutschland dadurch keineswegs behindert wurde, offenbart die Studie "Das Amt und die Vergangenheit".


Deutschlandfunk, 25.10.2010, "Eine verbrecherische Organisationen war auch das Auswärtige Amt", Moshe Zimmermann im Gespräch mit Dirk Müller
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1303089/
Der Historiker Moshe Zimmermann hat für eine Studie die Rolle der Diplomaten im Dritten Reich recherchiert. Diese waren aktiv an der Vertreibung der Juden beteiligt, so der Historiker. Sie hätten aber nach dem Krieg versuchten, einen Mythos des "sauberen" Auswärtigen Amts darzustellen.


Deutschlandradio Kultur, 25.10.2010, Staatstragende Legendenbildung, Eckart Conze im Gespräch mit Frank Meyer
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1303853/
"Das Auswärtige Amt hat als Institution, als Ministerium von 1933 an sich aktiv an der Gewaltpolitik des Nationalsozialismus beteiligt", sagt der Historiker Eckart Conze, Leiter einer Kommission, die die Rolle des Auswärtigen Amtes in der NS-Zeit untersucht hat. Nach dem Krieg habe das Amt versucht, sich als Hort des Widerstands darzustellen.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 25.10.2010, Das Auswärtige Amt war aktiv am Holocaust beteiligt
http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/das-auswaertige-amt-war-aktiv-am-holocaust-beteiligt-der-abschlussbericht-der-historikerkommission-belegt-die-verstrickung-der-behoerde-11052058.html


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 25.10.2010, Endlich sprechen die Akten, von Nils Minkmar
http://www.faz.net/artikel/C30703/endlich-sprechen-die-akten-30315395.html
Deutsche Diplomaten machten unter Hitler von Beginn an die Verwaltung des Judenmords zu ihrer Sache. Das Ausmaß ihrer Täterschaft zeigt der Bericht der Historikerkommission.


Frankfurter Runschau (online), 25.10.2010, Brandts Sockel wackelt, von Damir Fras
http://www.fr-online.de/politik/enthuellungen-um-nazi-diplomaten-brandts-sockel-wackelt,1472596,4774940.html
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier rügt den Umgang des Ex-Außenministers Willy Brandt mit der NS-Vergangenheit von Diplomaten. Eine Ikone der deutschen Politik bekommt Kratzer.


Der Tagesspiegel (online), 25.10.2010, Forscher belegen Nazi-Verstrickung des Auswärtigen Amts, von Albert Funk
http://www.tagesspiegel.de/politik/forscher-belegen-nazi-verstrickung-des-auswaertigen-amts/1965602.html
Das Auswärtige Amt galt als Apparat, der weniger stark als andere Behörden in NS-Verbrechen verwickelt war. Nun sind Historiker erschrocken, über das "schiere Ausmaß", in dem Beamte damals "kollaborierten".


Frankfurter Runschau (online), 25.10.2010, Mächtige Schatten, von Holger Schmale
http://www.fr-online.de/meinung/kommentar-zum-auswaertigen-amt-maechtige-schatten,1472602,4774198.html
Die Enthüllungen über die Verwicklungen des Auswärtigen Amtes in die Nazi-Verbrechen trifft auch zwei Ikonen der deutschen Nachkriegspolitik: Willy Brandt und Richard von Weizsäcker.


Der Tagesspiegel (online), 25.10.2010, Sie waren auch nur Nazis, von Stephan-Andreas Casdorff
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-sie-waren-auch-nur-nazis/1966208.html
Ende der Illusion? Eben nicht. Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff schreibt seinen "Kontrapunkt" heute über die Studie zu den Nazi-Verstrickungen des Auswärtigen Amtes.


Der Tagesspiegel (online), 25.10.2010, "Grenzen des Anstands wurden leicht überschritten", Moshe Zimmermann im Gespräch mit Albert Funk
http://www.tagesspiegel.de/politik/grenzen-des-anstands-wurden-leicht-ueberschritten/1965608.html
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann über die Radikalisierung der Eliten während der NS-Zeit und die Aufarbeitung in der Bundesrepublik.


Financial Times Deutschland (online), 25.10.2010, SPD kritisiert Willy Brandt für Umgang mit Nazi-Diplomaten
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kritik-von-steinmeier-willy-brandt-schonte-fruehere-nazi-diplomaten/50186817.html
Das Außenamt war nach Erkenntnissen von Historikern tiefer als bislang bekannt in den Holocaust verstrickt. Auch die Aufarbeitung ist kein Ruhmesblatt. Willy Brandt habe als Außenminister frühere Nazis sogar belobigt, kritisiert SPD-Fraktionschef Steinmeier.


Der Spiegel/Spiegel-online, 25.10.2010, "Verbrecherische Organisation", Jan Friedmann und Klaus Wiegrefe im Gespräch mit Eckart Conze
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74735290.html
Der Marburger Historiker Eckart Conze, 47, über den Beitrag des Auswärtigen Amtes zum Holocaust, braune Seilschaften in der Bundesrepublik und den Widerwillen der deutschen Diplomatie, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen


Der Spiegel/Spiegel-online, 25.10.2010, Angriff auf die Mumien, von Jan Friedmann und Klaus Wiegrefe
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74735240.html
Die von Joschka Fischer eingesetzte Historikerkommission zur Geschichte des Auswärtigen Amts legt einen verstörenden Bericht vor. In der Nazi-Zeit war das Amt tief in den Holocaust verstrickt. Später, in der alten Bundesrepublik, behinderten Diplomaten eine Aufklärung nach Kräften.


Spiegel-online, 25.10.2010, Steinmeier kritisiert Willy Brandts Umgang mit Nazi-Diplomaten
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/auswaertiges-amt-steinmeier-kritisiert-willy-brandts-umgang-mit-nazi-diplomaten-a-725108.html
Das Auswärtige Amt hat an der Ermordung europäischer Juden maßgeblich mitgewirkt – das ist das Ergebnis eines neuen Historikerberichts. Ex-Außenminister Steinmeier übt jetzt Kritik an einem seiner Vorgänger: Noch unter Willy Brandt seien belastete Personen "sogar belobigt worden".


Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 25.10.2010, "Über die Entfernung der Juden herrschte Konsens", Interview von Willi Winkler mit Moshe Zimmermann
http://www.sueddeutsche.de/politik/auswaertiges-amt-ns-zeit-ueber-die-entfernung-der-juden-herrschte-konsens-1.1015539
Kiesinger – ein Antisemit? "Für die Beamten waren die Juden keine Deutschen", sagt Moshe Zimmermann. Im Interview spricht der Forscher über die Rolle des früheren Kanzlers bei der Judenvernichtung.


Die Tageszeitung/taz.de, 25.10.2010, Amt deckte Naziverbrecher
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=a1&dig=2010%2F10%2F25%2Fa0030&cHash=03b803d44c
Studie enthüllt, wie sich die Diplomaten des Auswärtigen Amts nach dem Zweiten Weltkrieg um die Täter aus den eigenen Reihen sorgten


Die Tageszeitung/taz.de, 25.10.2010, Danke, Joschka Fischer!, von Klaus Hillenbrand
http://www.taz.de/!60234/


Die Tageszeitung/taz.de, 25.10.2010, Die Verbrecher vom Außenamt
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=in&dig=2010%2F10%2F25%2Fa0041&cHash=4c4cecaf79
Eine unter Rot-Grün beauftragte Kommission hat recherchiert, dass das Auswärtige Amt viel stärker an der Vernichtung der Juden beteiligt war als bisher bekannt


Die Welt/Welt-online, 25.10.2010, Nicht neu, aber dennoch wichtig, von Sven Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10509309/Der-Historikerbericht-liefert-keine-Neuigkeiten.html
Die Erkenntnisse über die Verbrechen des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich sind nicht neu – aber trotzdem wichtig.


Die Welt/Welt-online, 25.10.2010, Grund der Reise: "Liquidation von Juden", von Sven Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article10517978/Grund-der-Reise-Liquidation-von-Juden.html
Das Auswärtige Amt war im Zweiten Weltkrieg stark in den Holocaust verstrickt


Gazeta Wyborcza (online), 25.10.2010, Zbrodniczy dyplomaci Hitlera, von Bartosz T. Wieliński
http://wyborcza.pl/1,76842,8561119,Zbrodniczy_dyplomaci_Hitlera.html
Niemiecka dyplomacja była organizacją zbrodniczą. Tak jak NSDAP czy SS – mówi prof. Eckart Conze, historyk i członek zespołu, który badał archiwa MSZ z czasów wojny.


Haaretz (online), 25.10.2010, German Foreign Ministry more involved in Holocaust than previously thought
http://www.haaretz.com/news/world/german-foreign-ministry-more-involved-in-holocaust-than-previously-thought-1.321136


The New York Times (online), 25.10.2010, German Report Says Envoys Willingly Helped Carry Out Holocaust
http://www.nytimes.com/2010/10/26/world/europe/26germany.html


Frankfurter Rundschau (online), 26.10.2010, Die Verstrickung der Diplomaten, von Arno Widmann
http://www.fr-online.de/kultur/die-verstrickung-der-diplomaten/-/1472786/4774872/-/index.html
Wir wissen seit langem, dass das Auswärtige Amt aktiv an der Judenvernichtung beteiligt war. Das einzig erhaltene Dokument der Wannseekonferenz vom Januar 1942, die die Vernichtung des europäischen Judentums organisierte, stammt schließlich aus den Akten. Doch die aktuelle Studie öffnet uns nochmals die Augen.


Deutschlandfunk, 26.10.2010, "Dieser Mythos ist im Auswärtigen Amt auch gepflegt worden", Norbert Frei im Gespräch mit Jasper Barenberg
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1304057/
Der Historiker Norbert Frei bezeichnet es als eine Legendenbildung, dass das Auswärtige Amt in der NS-Zeit "im Kern gesund" gewesen sei. Diese Legende sei auch publizistisch nach dem Krieg unterstützt worden. Frei betont, dass gerade Diplomaten während der Nazi-Zeit an Informationen über den Holocaust gekommen wären.


Deutschlandfunk, 26.10.2010, "Da werden nicht die Verdienste genannt", Christian Hacke im Gespräch mit Doris Schäfer-Noske
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1305005/
Der Zeithistoriker Christian Hacke hat die Studie "Das Amt und die Vergangenheit" in einigen Punkten heftig kritisiert. Viele – zugegebenermaßen verstrickte – Beamte des Auswärtigen Amtes hätten nach dem Ende des Kriegs herausragende Aufbauarbeit geleistet. Dennoch werde an deren Stigmatisierung festgehalten.


Deutschlandradio Kultur, 26.10.2010, "Teil der Vernichtungsmaschinerie", Andreas Müller im Gespräch mit Joschka Fischer
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1304653/
Er sei "überrascht und entsetzt" darüber, in welchem Umfang deutsche Diplomaten in die NS-Verbrechen verstrickt waren, sagt Joschka Fischer. In seiner Amtszeit als Außenminister hatte der Grünen-Politiker die historische Studie über die Rolle des Auswärtigen Amtes in der Nazi-Zeit in Auftrag gegeben.


Deutschlandradio Kultur, 26.10.2010, Zöpel: Auswärtiges Amt hat Zeit des Nationalsozialismus verdrängt, Christoph Zöpel im Gespräch mit Marietta Schwarz
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1304001/
Eine neue Studie zeigt, wie das Auswärtige Amt in die Verbrechen des NS-Regime involviert war. Bislang habe es aber wenig Interesse gegeben, dem Thema nachzugehen, sagt der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Christoph Zöpel.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 26.10.2010, Der Generalkonsul und das Auswärtige Amt, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C31678/joseph-fischer-und-die-nachrufaffaere-nuesslein-der-generalkonsul-und-das-auswaertige-amt-30315102.html
Ohne Franz Nüßlein hätte es die leidenschaftlich geführte Debatte über die Rolle des Auswärtigen Amtes im "Dritten Reich" nicht gegeben. Den Anstoß gab eine Todesanzeige. Wurde der damalige Außenminister Fischer während der Nachrufaffäre über Franz Nüßlein falsch informiert?


FAZ.net, 26.10.2010, Westerwelle hob Fischers "Nachruf-Erlass" auf
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/auswaertiges-amt-westerwelle-hob-fischers-nachruf-erlass-auf-11054916.html
Für verstorbene Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, die nach 1928 geboren wurden, ist eine "persönliche Würdigung" grundsätzlich wieder möglich. Dies setzte Außenminister Westerwelle in Aufhebung des Nachruf-Erlasses von Joschka Fischer durch.


Welt-online, 26.10.2010, Würdigung toter NS-Diplomaten wieder möglich
http://www.welt.de/politik/deutschland/article10538590/Wuerdigung-toter-NS-Diplomaten-wieder-moeglich.html
Joschka Fischer hatte durchgesetzt, dass Beamte mit NS-Vergangenheit vom Auswärtigen Amt nicht gewürdigt werden. Doch diese Regelung gilt nicht mehr.


NZZ-online, 26.10.2010, Fischer spricht von "deprimierenden" Ergebnissen
http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/deutschland-auswaertiges-amt-nazis-studie-1.8156974
Der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer spricht von einer "deprimierenden" Gesamtschau und meint damit die Studie über die Verbindungen des Auswärtigen Amtes zu den Verbrechen der Nazis.


Berliner Zeitung (online), 26.10.2010, "Belastete Personen sogar belobigt", von Damir Fras
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/steinmeier-kritisiert-brandts-umgang-mit-diplomaten--belastete-personen-sogar-belobigt-,10810590,10750946.html


Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 26.10.2010, Joschkas Regel gilt nicht mehr, von Daniel Brössler und Susanne Höll
http://www.sueddeutsche.de/politik/auswaertiges-amt-enthuellungen-zum-holocaust-joschkas-regel-gilt-nicht-mehr-1.1015939
Die Mitarbeiterzeitschrift des Auswärtigen Amtes darf Tote wieder würdigen – auch wenn sie NSDAP-Mitglieder waren. Die SPD fordert wegen der neuen Erkenntnisse zur Holocaust-Verstrickung des Ministeriums eine Umbenennung.


Die Tageszeitung/taz.de, 26.10.2010, Vornehm und kompromisslos, von Andreas Fanizadeh
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2010%2F10%2F26%2Fa0133&cHash=62facc8a44
Laut einer neuen Studie hat das NS-Außenministerium bei der Vernichtung der Juden kräftig mitgemacht. Der lange Arm der alten Eliten reicht bis in die Gegenwart


Der Tagesspiegel (online), 26.10.2010, Adel verzichtet, von Jost Müller-Neuhof
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/adel-verzichtet/1966628.html


Der Tagesspiegel (online), 26.10.2010, Die braune Zeit, von Hermann Rudolph
http://www.tagesspiegel.de/meinung/auswaertiges-amt-die-braune-zeit/1966560.html
Dass die Erkenntnisse über die Rolle des Auswärtigen Dienstes im " Dritten Reich", die eine Forschergruppe erarbeitet hat, für die Bundesrepublik keine wirkliche Überraschung darstellen, macht die Betroffenheit darüber nicht geringer.


Die Welt/Welt-online, 26.10.2010, Hitlers willige Diplomaten, von Christian Hacke
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article10539498/Hitlers-willige-Diplomaten.html
Neubeginn trotz personeller Kontinuität: Der Bericht zur Geschichte des Auswärtigen Amts ist einseitig.


Die Welt/Welt-online, 26.10.2010, Die Schande der deutschen Eliten, von Thomas Schmid
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article10539154/Die-Schande-der-deutschen-Eliten.html


Spiegel-online, 26.10.2010, Auswärtiges Amt hob Fischers Nazi-Erlass auf
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nachrufe-fuer-belastete-diplomaten-auswaertiges-amt-hob-fischers-nazi-erlass-auf-a-725314.html
Keine Nachrufe mehr für deutsche Diplomaten mit NSDAP-Vergangenheit – das war die klare Regel, die Joschka Fischer 2003 im Außenministerium erließ. Doch jetzt wird bekannt: Unter Nachfolger Guido Westerwelle wurde die Regelung zu Jahresbeginn aufgeweicht. In Einzelfällen darf geehrt werden.


The Independent (online), 26.10.2010, German foreign ministry helped Nazis flee country after the war had ended, von Tony Paterson
http://www.independent.co.uk/news/world/europe/german-foreign-ministry-helped-nazis-flee-country-after-the-war-had-ended-2116414.html


Wall Street Journal (online), 26.10.2010, A German Ministry's Nazi Past, von Vanessa Fuhrmans
http://online.wsj.com/article/SB10001424052702303467004575574440670628692-search.html?KEYWORDS=Germany&COLLECTION=wsjie/6month
A government-sponsored commission has concluded that Germany's Nazi-era Foreign Ministry was complicit in the murder of millions of Europe's Jews, a conclusion that adds the taint of the Holocaust to a bastion of the German establishment that had long escaped close scrutiny of its wartime activities.


Haaretz (online), 26.10.2010, German Foreign Ministry admits collaborating with Nazis to aid Jewish genocide
http://www.haaretz.com/print-edition/news/german-foreign-ministry-admits-collaborating-with-nazis-to-aid-jewish-genocide-1.321158
Despite decades-long efforts by ministry employees to present the foreign office as place of opposition during Third Reich, diplomats were actually willing participants in Nazis' campaign against Jews, new report concludes.


The Guardian (online), 26.10.2010, Truth about German diplomats' collusion in Holocaust is revealed, von James Meikle
http://www.guardian.co.uk/world/2010/oct/26/german-diplomats-holocaust-collusion-participants
Senior officials were willing participants in the Nazi campaign, says report published yesterday.


Frankfurter Rundschau (online), 27.10.2010, Wir denken, es sei Geschichte, von Arno Widmann
http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-wir-denken--es-sei-geschichte,1472602,4777730.html
Wir lesen davon, wie Deutschlands NS-Diplomaten-Elite zur Elite der Bundesrepublik wurde. Wir gruseln uns. Mehr nicht. Wir denken, es habe nichts mit uns zu tun. Das ist ein Irrtum.


Frankfurter Rundschau (online), 27.10.2010, Westerwelle hebt Nachruf-Verbot auf, von Damir Fras
http://www.fr-online.de/politik/aussenamt-westerwelle-hebt-nachruf-verbot-auf,1472596,4778240.html
Nach einer Verfügung des Außenministeriums dürfen verstorbene Diplomaten wieder gewürdigt werden. Ein Verbot, das Joschka Fischer während seiner Amtszeit, aussprach, nahm Guido Westerwelle wieder zurück.


Frankfurter Rundschau (online), 27.10.2010, Was die Stasi gewusst haben will, von Andreas Förster
http://www.fr-online.de/politik/kriegsverbrechen--was-die-stasi-gewusst-haben-will,1472596,4782004.html
Das bislang weitgehend unbekannt gebliebene Kriegsverbrechen an US-Gefangenen ist in einem umfassenden Forschungsvorgang des DDR-Staatssicherheitsministeriums dokumentiert. Der Bericht birgt Untaten in Ribbentrops Auftrag hervor.


Financial Times Deutschland (online), 27.10.2010, Eckart Conze – Der Schocktherapeut, von Kai Schöneberg
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kopf-des-tages-eckart-conze-der-schocktherapeut/50187910.html
Sie waren nicht nur Mitläufer, sondern Gehilfen des Holocaust: Der Marburger Historiker Eckart Conze hat erforscht, wie das Auswärtige Amt mit den Nazis zusammenarbeitete.


Kölner Stadt-Anzeiger (online), 27.10.2010, "Die Netzwerke wirkten weiter", Interview von Michael Hesse mit Eckart Conze
http://www.ksta.de/kultur/eckart-conze-interview--die-netzwerke-wirkten-weiter-,15189520,12627296.html


Die Tageszeitung/taz.de, 27.10.2010, Sprachlos im Archiv, von Kerstin Decker
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=me&dig=2010%2F10%2F27%2Fa0106&cHash=3598d50078
Ernst von Weizsäcker und die erschreckende Kontinuität im Auswärtigen Amt


Die Tageszeitung/taz.de, 27.10.2010, "Man wollte es einfach nicht wissen", Interview von Stefan Reinecke und Stefan Schulz mit Moshe Zimmermann
http://www.taz.de/!60361/
Die Studie "Das Amt" zeigt die Mitwirkung des Auswärtigen Amtes am Holocaust. Moshe Zimmermann, Mitautor der Studie, wundert sich über jahrzehntelange Ignoranz.


Der Tagesspiegel (online), 27.10.2010, US-Historiker: Außenamt war nicht wie die SS
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/us-historiker-aussenamt-war-nicht-wie-die-ss/1968342.html


Der Tagesspiegel (online), 27.10.2010, Die Sehnsucht nach einer untadeligen Elite, von Lorenz Maroldt
http://www.tagesspiegel.de/meinung/nazis-im-auswaertigen-amt-die-sehnsucht-nach-einer-untadeligen-elite/1967374.html
Enttäuscht, schockiert, überrascht. Das waren die Reaktionen auf die Nazis im Auswärtigen Amt. Enttäuschend, schockierend, überraschend ist aber vor allem, wie sehr in Deutschland festgehalten wurde an der Wunschvorstellung einer zumindest im Herzen guten Elite.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 27.10.2010, Avi Primor: Jetzt erst begreife ich die Geschichte dieser Republik
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/der-fruehere-israelische-botschafter-ueber-das-amt-avi-primor-jetzt-erst-begreife-ich-die-geschichte-dieser-republik-11056578.html
Avi Primor, früherer israelischer Botschafter in Deutschland, hat sich bestürzt über die Ergebnisse der Studie "Das Amt" geäußert. Die meisten deutschen Diplomaten hätten nicht versucht, "die für Deutschland größte Katastrophe aller Zeiten zu verhindern".


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 27.10.2010, Westerwelle: Gewürdigt werden nur unbelastete Mitarbeiter, von Guido Westerwelle
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/reaktion-auf-das-amt-westerwelle-gewuerdigt-werden-nur-unbelastete-mitarbeiter-11053388.html
Bei der Vorstellung der Studie "Das Amt und die Vergangenheit" wird Außenminister Guido Westerwelle sich an diesem Donnerstag auch zur Nachrufpraxis seines Ministeriums äußern. Exklusiv beschreibt er im Feuilleton der F.A.Z. die Grundzüge seiner Überlegungen.


Die Welt/Welt-online, 27.10.2010, Noch schneller als die SS, von Sven Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10560711/Noch-schneller-als-die-SS.html
Deutsche Diplomaten beteiligten sich im Zweiten Weltkrieg allenthalben an der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Die neue Studie über die Verstrickung des Auswärtige Amts dokumentiert das noch einmal in bestürzender Eindringlichkeit


Time Magazine (online), 27.10.2010, Were German Diplomats Complicit in the Holocaust?, von Tristana Moore
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2027699,00.html
One of the pillars of Germany's political establishment, the Foreign Ministry, was a "criminal organization"during the Nazi era, and the country's diplomats played a far more active role in the Holocaust than was previously acknowledged. Those are some of the troubling findings of a new 880-page government-sponsored report, called "The Ministry and the Past: German Diplomats in the Third Reich and the Federal Republic," which has shaken the nation.


Jerusalem Post (online), 27.10.2010, New report reveals Germany's involvement in Nazi past
http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=192909
Holocaust survivors praise report which says leading staff members of the Foreign Office were involved in the organized killings of Jews.


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, Die Kontinuität der Eliten, von Arno Widmann
http://www.fr-online.de/politik/auswaertiges-amt-die-kontinuitaet-der-eliten,1472596,4778244.html
Sie wussten, was sie begeistert getan hatten. Die meisten ihrer Vorgesetzten wussten es auch. Die FR dokumentiert vier Fälle von Führungskräften mit Nazi-Vergangenheit.


Cicero (online), 28.10.2010, Hitlers braune Diplomaten, von Volker Ullrich
http://www.cicero.de/berliner-republik/hitlers-braune-diplomaten/41278
Entgegen den Legenden war das Auswärtige Amt kein Hort des Widerstands, keine Insel des Anstands inmitten der Barbarei, sondern eine wichtige Stütze des NS-Regimes.


Cicero (online), 28.10.2010, "Unselige Kontinuitäten", Michael Naumann im Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier
http://www.cicero.de/berliner-republik/%E2%80%9Eunselige-kontinuit%C3%A4ten%E2%80%9C/41279
Die Archive des Auswärtigen Amtes bezeugen die Verstrickung deutscher Spitzendiplomaten in die Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Der Außenminister der Großen Koalition über die Lehren für den Diplomatischen Dienst unserer Zeit.


Deutschlandfunk, 28.10.2010, Auslöser war ein Diplomatennachruf, von Godehard Weyerer
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1306010/
Der Nachruf auf den Diplomaten Franz Nüßlein brachte alles ins Rollen. Das Ergebnis ist die Studie über die Haltung des Auswärtige Amts unter dem NS-Regime. Und diese sieht anders aus, als bisher in der Öffentlichkeit dargestellt.


Deutschlandradio Kultur, 28.10.2010, "Das waren alles mehr oder weniger Schreibtischtäter", Michael Stürmer im Gespräch mit Joachim Scholl
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1305898/
Dass das Auswärtige Amt im Dritten Reich "nicht gerade eine Zelle des Widerstands war", hat Historiker Michael Stürmer nicht sonderlich überrascht. Die Behörde war für ihn "eine Dienststelle der Diktatur", aber keine Organisation zur Verübung von Verbrechen.


Focus-online, 28.10.2010, "Diplomaten waren Mittäter im Dritten Reich", Interview von Sandra Tjong mit Eckart Conze
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-20263/auswaertiges-amt-diplomaten-waren-mittaeter-im-dritten-reich_aid_566524.html
Die Geschichte der Diplomaten im Dritten Reich ist eine Geschichte der Kollaboration bei der Judenvernichtung. Dies hat eine Historikerkommission herausgefunden. Der beteiligte Marburger Professor Eckart Conze im FOCUS-Online-Interview.


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, Die schwankenden Gestalten aus der Nazizeit, von Christoph Albrecht-Heider
http://www.fr-online.de/politik/deutsche-diplomaten-die-schwankenden-gestalten-aus-der-nazizeit,1472596,4782048.html
In einer Serie für die FR deckte der Journalist Eckart Heinze-Mansfeld bereits im Jahr 1951 die oftmals braunfleckige Vergangenheit deutscher Diplomaten auf. Damit brachte er auch Kanzler Adenauer gegen sich auf.


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, Vertuschung im Amt, von Joachim Frank
http://www.fr-online.de/meinung/kommentar-zur-ns-studie-vertuschung-im-amt,1472602,4785824.html
Westerwelle muss handeln nach dem Historiker-Bericht über die Verbrechen des Auswärtigen Amtes während des "Dritten Reichs". Zu den Konsequenzen gehört die Auflösung des politischen Archivs im AA.


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, Pflichtlektüre für Jungdiplomaten, von Damir Fras
http://www.fr-online.de/politik/studie-ueber-ns-zeit-pflichtlektuere-fuer-jungdiplomaten,1472596,4785762.html
"Diese Geschichte muss man kennen, auch in ihren dunkelsten Kapiteln." Außenminister Westerwelle zeigt sich beschämt über die Studie der NS-Vergangenheit.


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, Westerwelle: Außenamt mitschuldig an NS-Gräueln
http://www.fr-online.de/politik/westerwelle--aussenamt-mitschuldig-an-ns-graeueln,1472596,4783774.html


Frankfurter Rundschau (online), 28.10.2010, "Dem Amt gelang es, sich mit einem Mythos der Unschuld zu umgeben", Interview mit Norbert Frei von Joachim Frank
http://www.fr-online.de/politik/auswaertiges-amt-zur-ns-zeit--dem-amt-gelang-es--sich-mit-einem-mythos-der-unschuld-zu-umgeben-,1472596,4782046.html
Die DDR-Staatssicherheit wusste schon in den 70er Jahren von den Verbrechen der Diplomaten. Historiker Norbert Frei, Mitautor der Studie zum Außenministerium in der NS-Zeit, erklärt, warum die Verstrickungen in den Massenmord erst jetzt diskutiert werden.


Jüdische Allgemeine (online), 28.10.2010, Braunes Haus, von Wolfgang Wippermann
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8951
Eine Studie über die NS-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes und seine Rolle bei der Judenverfolgung.


Die Tageszeitung/taz.de, 28.10.2010, "Wir waren doch keine Toren", Interview von Klaus Hillenbrand und Christian Semler mit Egon Bahr
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wir-waren-doch-keine-toren/
Der Bericht "Das Amt und die Vergangenheit" wirft Fragen auf. Was wussten die Politiker der Nachkriegszeit? Egon Bahr, ehemaliger Planungschef im Auswärtigen Amt, antwortet.


Die Tageszeitung/taz.de, 28.10.2010, "Mord als Dienstgeschäft", von Matthias Lohre
http://www.taz.de/!60476/
Bei der Übergabe der Historikerstudie zur Rolle deutscher Diplomaten in der Nazizeit findet Außenminister Guido Westerwelle ausnahmsweise mal das richtige Maß.


Der Tagesspiegel (online), 28.10.2010, Furchtbare Diplomaten, von Ernst Piper
http://www.tagesspiegel.de/kultur/ns-vergangenheit-furchtbare-diplomaten/1968116.html
Am Donnerstag wird die Studie über die Verstrickung des Auswärtigen Amtes in der Nazi-Zeit vorgelegt. Nach '45 wurden die Nazi-Täter protegiert, die Gegner diskriminiert.


Die Welt/Welt-online, 28.10.2010, "Eine Frage der Pietät", von Sven Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10584444/Eine-Frage-der-Pietaet.html


Die Welt/Welt-online, 28.10.2010, Umbenennung des Auswärtigen Amtes wäre absurd, von Sven Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10598143/Umbenennung-des-Auswaertigen-Amtes-waere-absurd.html 
Guido Westerwelle weist Forderungen nach einer Umbenennung des Auswärtigen Amtes zurück. Nur Wenige bleiben so sachlich wie der Minister.


Welt-online, 28.10.2010, "Auswärtiges Amt wollte nichts von NS-Vergangenheit wissen"
http://www.welt.de/politik/deutschland/article10583772/Auswaertiges-Amt-wollte-nichts-von-NS-Vergangenheit-wissen.html
Laut dem früheren Diplomaten Manfred Steinkühler hat sich das Auswärtige Amt gegen jede offene Aufarbeitung der Vergangenheit gesperrt.


Welt-online, 28.10.2010, Fischer spricht beim Auswärtigen Amt von "Naivität", von Claudia Ehrenstein
http://www.welt.de/politik/deutschland/article10604142/Fischer-spricht-beim-Auswaertigen-Amt-von-Naivitaet.html 
Jetzt äußert sich Ex-Außenminister Fischer zur Rolle des Auswärtigen Amtes in der Nazi-Zeit. Er selbst hatte die Studie initiiert.


Die Zeit/Zeit-online, 28.10.2010, Die Diplomaten des Holocaust, von Alexander Cammann
http://www.zeit.de/2010/44/NS-Vergangenheit-Auswaertiges-Amt/komplettansicht


Handelsblatt (online), 28.10.2010, Westerwelle beschämt über Nazivergangenheit
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/auswaertiges-amt-westerwelle-beschaemt-ueber-nazivergangenheit/3576246.html
Nach fünf Jahren Arbeit hat die Historikerkommission zur Nazi- Vergangenheit des Auswärtigen Amtes ihren Bericht übergeben. Minister Westerwelle äußert sich "beschämt" darüber, dass auch die deutsche Diplomatie an den Nazi-Gräueln beteiligt war.


Die Zeit/Zeit-online, 28.10.2010, Das Ende der Weizsäcker-Legende, Interview von Volker Ullrich und Benedikt Erenz mit Norbert Frei
http://www.zeit.de/2010/44/Interview-Frei/komplettansicht
Ein Gespräch mit dem Mitglied der Historikerkommission Norbert Frei über das Selbstverständnis des Amtes, die Beteiligung von Diplomaten am Judenmord und den falschen Eifer der ZEIT bei der Verteidigung der alten Mythen.


Die Zeit/Zeit-online, 28.10.2010, Diplomaten auf Judenjagd, von Benedikt Erenz
http://www.zeit.de/2010/44/01-Auswaertiges-Amt


FAZ.net, 28.10.2010, Der deutsche Sonderweg eines Archivs, von Andreas Platthaus
http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~E520C8D13A8D84F8E9B2941CBE0662AC4~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Im Berliner Haus der Kulturen der Welt wird die historische Studie "Das Amt und die Vergangenheit" vorgestellt, deren erste Auflage bereits vergriffen ist. Alles dreht sich um den Auftraggeber Joschka Fischer, der gleich zwei neue Forderungen stellt.


Spiegel-online, 28.10.2010, Verbrechen des Auswärtigen Amts beschämen Westerwelle
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-zur-ns-zeit-verbrechen-des-auswaertigen-amts-beschaemen-westerwelle-a-725958.html
Außenminister Westerwelle zieht Konsequenzen: Die Behörde sei an der systematischen Vernichtung der europäischen Juden beteiligt gewesen, sagte er zur Veröffentlichung einer Historikerstudie über deutsche Diplomaten im Dritten Reich. Das Buch werde Bestandteil der Mitarbeiterausbildung sein.


Der Standard (online), 29.10.2010, Auswärtiges Amt, oder: "Mord als Dienstgeschäft"
http://derstandard.at/1288160217198/Auswaertiges-Amt-oder-Mord-als-Dienstgeschaeft
Neue Historikerstudie über Verstrickung in Nazi-Verbrechen präsentiert – Außenminister Westerwelle zeigt sich "beschämt" und verspricht Konsequenzen


The Economist (online), 28.10.2010, Germany's Nazi diplomats – The machine's accomplices
http://www.economist.com/node/17363678?story_id=17363678
A new book shows that the foreign ministry was complicit in Nazi crimes.


The Telegraph (online), 28.10.2010, German Foreign Ministry 'actively encouraged Holocaust'
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/germany/8091855/German-Foreign-Ministry-actively-encouraged-Holocaust.html 
A German government report has concluded that German diplomats were complicit in the murder of millions of jews during the Second World War.


Libération (online), 28.10.2010, Le rapport qui accuse la diplomatie allemande, von Thomas Schnee
http://www.liberation.fr/monde/01012298922-le-rapport-qui-accuse-la-diplomatie-allemande
"Le ministère des Affaires étrangères du Reich était une organisation criminelle … Dès le début, il a participé activement à l’application des politiques de persécution, de privation des droits, de déportation et d’extermination des Juifs", affirme Eckart Conze, responsable de la commission chargée en 2005 de faire toute la lumière sur le passé nazi de la diplomatie allemande. L’historien présente aujourd’hui à Berlin le fruit de ses recherches dans un rapport de 900 pages intitulé "l’Administration".


The Economist (online), The machine's accomplices
http://www.economist.com/node/17363678


Die Tageszeitung/taz.de, 29.10.2010, Moral post mortem, von Stefan Reinecke
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=me&dig=2010%2F10%2F29%2Fa0099&cHash=a44af3e2fc


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, Neue Vorsicht, von Andreas Platthaus
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/feuilleton-glosse-neue-vorsicht-11055991.html
Noch ist der Kampf um die Deutungshoheit nicht gewonnen: Bei der Vorstellung der Historiker-Studie wird deutlich, wie planvoll und gleichzeitig sorglos das Archiv des Auswärtigen Amtes mit seinen Beständen umging.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, Westerwelle: Erinnerungskultur des Amtes wird überprüft, von Majid Sattar
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/auswaertiges-amt-westerwelle-erinnerungskultur-des-amtes-wird-ueberprueft-11051875.html
Außenminister Westerwelle hat bei der Übergabe der Studie der Historikerkommission über die Vergangenheit des Auswärtigen Amtes angekündigt, die Erinnerungskultur des Hauses grundlegend überprüfen zu lassen. Jetzt müssten die "richtigen Konsequenzen" gezogen werden.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, Sie brachte das Lügengebäude ins Wanken, von Edo Reents
http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~EFBA7511985934572BF2C711569F26DAD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Im Mai 2003 schrieb Marga Henseler einen Brief an den damaligen Außenminister Joschka Fischer. Sie brachte damit die Lawine ins Rollen, an deren Ende die Einsicht in die tiefe Verstrickung des Auswärtigen Amts in die NS-Vernichtungspolitik steht.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, Ein anderer Fall
http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/glosse-politik-ein-anderer-fall-11050519.html
Von der Wiege bis zur Bahre soll alles anders werden, nun, da endlich geklärt ist, dass auch das Auswärtige Amt "ein aktiver Teil der verbrecherischen Politik des sogenannten Dritten Reiches" war, so Außenminister Westerwelle.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, Eine klaffende Lücke ist jetzt geschlossen, von Frank-Walter Steinmeier
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/steinmeier-ueber-das-amt-ein-klaffende-luecke-ist-jetzt-geschlossen-11052185.html
Für den ehemaligen Außenminister und SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier schließt der Historikerbericht "Das Amt" eklatante Versäumnisse in der Vergangenheitsaufarbeitung des Auswärtigen Amtes. Wir dokumentieren seine Rede anlässlich der Übergabe der Studie.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 29.10.2010, "Man konnte Mord als Dienstgeschäft abrechnen", von Guido Westerwelle
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/westerwelles-rede-man-konnte-mord-als-dienstgeschaeft-abrechnen-1574617.html#Drucken
Der Bundesaußenminister hat am heutigen Donnerstag in Berlin die Historiker-Studie "Das Amt" vorgestellt. Guido Westerwelle zeigte sich beschämt darüber, wie das Auswärtige Amt "während der Nazi-Herrschaft schwere Schuld auf sich geladen" hat. Wir dokumentieren seine Rede.


Frankfurter Rundschau (online), 29.10.2010, Die verlorene Unschuld deutscher Diplomaten, von Maram Stern
http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-die-verlorene-unschuld-deutscher-diplomaten,1472602,4785172.html
Die Historiker-Studie zum Auswärtigen Amt zeigt, dass es weiterer Forschung über Nazi-Verstrickungen bedarf. Um der Opfer willen und als Zeichen für Europa.


Frankfurter Rundschau (online), 29.10.2010, "Nur das Auswärtige Amt tanzt aus der Reihe", Interview von Joachim Frank mit Hartmut Weber
http://www.fr-online.de/politik/-nur-das-auswaertige-amt-tanzt-aus-der-reihe-/-/1472596/4789160/-/index.html
Die Studie zur Verstrickung des Auswärtigen Amtes in Naziverbrechen hat eine Debatte ausgelöst. Hartmut Weber, Chef des Bundesarchivs, will die Sonderrolle des politischen Archivs beenden und übt Kritik an dem restriktivem Umgang mit den Unterlagen.


Frankfurter Rundschau (online), 29.10.2010, Made in Germany, von Arno Widmann
http://www.fr-online.de/politik/das-auswaertige-amt-in-der-ns-zeit-made-in-germany,1472596,4786988.html
Der Nationalsozialismus war kein Alien, der sich aus einer anderen Welt kommend, in Deutschland breit machte. Die Autoren der Studie "Das Amt und die Vergangenheit" erklären dem Publikum im Haus der Kulturen der Welt, was ihnen wichtig ist an ihrer Arbeit.


Financial Times Deutschland (online), 29.10.2010, Mörderische Dienstgeschäfte der Diplomaten, von Joachim Zepelin Berlin
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:historikerbericht-moerderische-dienstgeschaefte-der-diplomaten/50188525.html
Die Verstrickung des diplomatischen Corps mit der braunen Regierung war jahrzehntelang ein Tabuthema in Deutschland. Erst der damalige Außenminister Fischer gab die Erforschung durch Historiker offiziell in Auftrag – und präsentierte das Ergebnis jetzt.


Spiegel-online, 29.10.2010, Fischer knöpft sich alte Diplomaten-Elite vor, von Severin Weiland
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725949,00.html
"Mit dem Weißewäschewaschen muss Schluss sein!" Ex-Minister Joschka Fischer verlangt Konsequenzen aus dem Historikerbericht zur Nazi-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes. Bei der Verlagsvorstellung in Berlin protestiert er gegen die alten Eliten – und ehrt die Frau, die alles ans Licht brachte.


Spiegel-online, 29.10.2010, FDP soll Nazi-Aufklärung behindert haben
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/auswaertiges-amt-fdp-soll-nazi-aufklaerung-behindert-haben-a-725900.html
Die Studie zur Nazi-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes bringt die FDP in Bedrängnis. Historiker werfen den Liberalen nach SPIEGEL-Informationen vor, die Aufklärung der Verstrickungen von Diplomaten behindert zu haben. Minister Westerwelle nimmt seine Vorgänger Scheel, Genscher und Kinkel in Schutz.


Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 29.10.2010, "Das Unfassbare war Realität", von Daniel Brössler
http://www.sueddeutsche.de/politik/westerwelle-das-auswaertige-amt-und-der-holocaust-das-unfassbare-war-realitaet-1.1017348
Außenminister Guido Westerwelle stellt das Buch über die Verstrickung des Auswärtigen Amts in den Holocaust vor. Auch seine Vorgänger Fischer und Steinmeier äußern sich – ohne Westerwelle auf einer separaten Veranstaltung.


Die Tageszeitung/taz.de, 29.10.2010, Die Elite-Versager, von Andreas Fanizadeh
http://www.taz.de/!60518/
Die Ex-Minister Steinmeier und Fischer sprachen in Berlin über die Nazikontinuität im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik und wie die alten Seilschaften funktionierten.


Der Tagesspiegel (online), 29.10.2010, Studie der Befreiung, von Lorenz Maroldt
http://www.tagesspiegel.de/meinung/auswaertiges-amt-ns-vergangenheit-studie-der-befreiung/1969168.html
Ein Führer. Millionen Verführte. Das ist die Blaupause der Nachkriegslebenslüge eines Volkes. In mehreren Wellen wurden Nazitaten enthüllt, Nazitäter beschuldigt – dazwischen wurde verdrängt, verschwiegen, vertuscht.


Der Tagesspiegel (online), 29.10.2010, Auswärtiges Amt in der Pflicht, von Hans Monath
http://www.tagesspiegel.de/politik/auswaertiges-amt-in-der-pflicht/1969106.html
Es gebe nichts zu rechtfertigen, nichts zu beschönigen, sagt Guido Westerwelle. 900 Seiten umfasst die Studie über die Verstrickung des Auswärtigen Amts in die NS-Verbrechen. Die Aufarbeitung, sagt der Minister, ist damit nicht zu Ende.


Der Tagesspiegel (online), 29.10.2010, In einer schwierigen Lage, von Hermann Rudolph
http://www.tagesspiegel.de/politik/nationalsozialismus-in-einer-schwierigen-lage/1969100.html
Über Ernst von Weizsäckers Rolle im Dritten Reich wird wieder diskutiert. Wie geht sein Sohn Richard von Weizsäcker damit um?


Der Tagesspiegel (online), 29.10.2010, "Mythen können sich nie auf Dauer halten", Sebastian Bickerich im Gespräch mit Johannes Tuchel
http://www.tagesspiegel.de/politik/johannes-tuchel-mythen-koennen-sich-nie-auf-dauer-halten/1969104.html
Politikwissenschaftler Johannes Tuchel spricht mit dem Tagesspiegel über den Befund der Historikergruppe und die Rolle von Amtschef Ernst von Weizsäcker.


Der Tagesspiegel (online), 29.10.2010, Januskopf der Geschichte, von Peter von Becker
http://www.tagesspiegel.de/politik/januskopf-der-geschichte/1969754.html
Apropos "Das Amt": Die Aufarbeitung der NS-Zeit in Deutschland hat lange vor 1968 begonnen. Und sie war immer geprägt von großen Ambivalenzen


Die Welt/Welt-online, 29.10.2010, Westerwelle stellt sich dunklen Zeiten, von Claudia Ehrenstein
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10607044/Westerwelle-stellt-sich-dunklen-Zeiten.html
Auswärtiges Amt war "aktiver Teil verbrecherischer Politik" – Bericht übergeben


Die Welt/Welt-online, 29.10.2010, Reine Ersatzhandlung, von Sven-Felix Kellerhoff
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article10607105/Reine-Ersatzhandlung.html


Jüdische Allgemeine (online), 29.10.2010, Verdrängt, verschwiegen, vertuscht, von Katrin Richter
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8969
Minister Guido Westerwelle nimmt die Studie über die Rolle des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich entgegen – und der Zentralrat fordert einen Ethikkodex für Diplomaten


NZZ-online, 29.10.2010, "Verblüffend, wie viel einfach nicht wahrgenommen wurde", von Jörg Himmelreich
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/verblueffend_wie_viel_einfach_nicht_wahrgenommen_wurde_1.8183608.html
In Berlin ist der Bericht über die Verstrickungen des Auswärtigen Amts in die Kriegsverbrechen des Hitler-Regimes vorgestellt worden. Damit dürfte eine neue Debatte angestossen werden.


Berliner Zeitung (online), 29.10.2010, Eine Studie, zwei Vorstellungen, von Damir Fras
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/westerwelle-praesentiert-das-buch--das-amt--zur-ns-vergangenheit-des-aussenministeriums-eine-studie--zwei-vorstellungen,10810590,10751564.html


Berliner Zeitung (online), 30.10.2010, Das Amt und seine willigen Helfer, von Jonas Rest
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/das-amt-und-seine-willigen-helfer,10810590,10751782.html


Deutschlandfunk, 30.10.2010, Das Auswärtige Amt, von Tissy Bruns
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/themenderwoche/1307738/
Die Studie der Historikerkommission zur Geschichte des Auswärtigen Amtes zur Zeit des Nationalsozialismus beendet eine Legende: Die Legende eines Amtes, das Hort eines anhaltenden, wenn auch vergeblichen Widerstands gewesen sein will.


Deutschlandfunk, 30.10.2010, Die sinnlose Sperrfrist – Das Buch "Das Amt" und die Medien, von Dieter Wulf
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/1307814/
Was nutzt die schönste Sperrfrist, wenn sich niemand daran hält? Das mag sich in der letzten Woche der Blessing Verlag gefragt haben, sein Buch über die Verstrickungen des Auswärtigen Amtes in die NS-Vernichtungsmaschinerie war schon in aller Journalistenmunde, bevor es überhaupt vorgestellt worden war.


Deutschlandradio Kultur, 30.10.2010, Verschwörung zur Geschichtsfälschung, von Pieke Biermann
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1306942/
Mit "Das Amt und die Vergangenheit" haben die vier Historiker bereits ein weltweites Medienecho hervorgerufen. Was sie über die Verschwörung zur Geschichtsfälschung im Auswärtigen Amt ans Licht gebracht haben, ist ein hochspannender Lesestoff.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 30.10.2010, Zwei Minister im Fernduell, von Majid Sattar
http://www.faz.net/artikel/C31678/auswaertiges-amt-zwei-minister-im-fernduell-30000707.html
Noch ein Zusammenprall der Kulturen: Fischer, Westerwelle und die Vergangenheit des Auswärtigen Amtes. Zu seinen Amtszeiten als Außenminister setzte Joschka Fischer die Historienkommission ein.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 30.10.2010, Der lange Schatten der Verbrecher-Mumien, es berichten Jordan Mejias, New York; Mark Siemons, Peking; Kerstin Holm, Moskau; Dirk Schümer, Wien und Paul Ingendaay, Madrid
http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~E241F57B14A9F4C9F9CBBFACF5B9F6284~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die Veröffentlichung der Studie "Das Amt" ist international weithin beachtet worden. Unsere Korrespondenten berichten über die ersten Reaktionen auf die Erkenntnisse der Historikerkommission.


Der Spiegel/Spiegel-online, 30.10.2010, Liberale Unterlassung
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74822590.html


Neues Deutschland (online), 30.10.2010, Seltsame wörtliche Windungen: "verstrickt", "verwickelt", von Kurt Pätzold
http://www.neues-deutschland.de/artikel/183067.seltsame-woertliche-windungen-verstrickt-verwickelt.html?sstr=conze
In Berlin wurde die Auftragsstudie zur Geschichte des Auswärtigen Amtes im Nazireich vorgestellt.


Die Welt/Welt-online, 30.10.2010, "Wenn man nur schmutziges Wasser hat, trinkt man eben dies", Interview von Thomas Schmid und Jacques Schuster mit Egon Bahr
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article10628140/Wenn-man-nur-schmutziges-Wasser-hat-trinkt-man-eben-dies.html
Egon Bahr war unter Willy Brandt Planungschef des Auswärtigen Amtes. Ein Gespräch über das nationalsozialistische Erbe des Ministeriums und den Umgang mit unserer Geschichte


Die Welt/Welt-online, 30.10.2010, Hitlers willige Helfer, von Eckart Conze
http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article10628254/Hitlers-willige-Helfer.html
Das Auswärtige Amt war keine Bastion der Anständigen, sondern eher ein Ort der Leisetreterei und der Willfährigkeit. Das Auswärtige Amt ist das erste Bundesministerium – und nicht irgendeines – das sich entschlossen hat, seine NS-Vergangenheit, den Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945 und die Frage nach personeller Kontinuität durch unabhängige Wissenschaftler untersuchen zu lassen.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 30.10.2010, Der historische Dopplereffekt, von Marcus Jauer, Alard von Kittlitz und Andreas Platthaus
http://www.faz.net/artikel/C30703/der-historische-dopplereffekt-30315910.html
In Berlin wird die Studie "Das Amt und die Vergangenheit" gleich zweimal vorgestellt, im Auswärtigen Amt und im Haus der Kulturen der Welt. Der Ablauf erlaubt gleich die nächste Studie.


Junge Welt (online), 30.10.2010, Die ehrbare Kloake, von Otto Köhler
http://www.kalle-der-rote.de/30_10_2010__Die_ehrbare_Kloake.pdf
Das Auswärtige Amt war – wie sich jetzt überraschend herausstellt – eine verbrecherische Organisation. Außenminister Joachim von Ribbentrop wurde darum zu Recht als Kriegsverbrecher gehängt. Was aber ist mit dem Nachfolger Joseph Fischer?


Der Tagesspiegel (online), 31.10.2010, Großes Herz für kleine Nazis, von Lorenz Maroldt
http://www.tagesspiegel.de/kultur/mythos-antifaschistische-ddr-grosses-herz-fuer-kleine-nazis/1971224.html 
Warum sich die deutsche Geschichte nicht für Gesten moralischer Überheblichkeit eignet – weder im Westen, noch im Osten.


Berliner Zeitung (online), 01.11.2010, Immer diese Erblast, von André Mielke
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/immer-diese-erblast,10810590,10752120.html


Frankfurter Rundschau (online), 01.11.2010, Der Feind im Lesesaal, von Götz Aly
http://www.fr-online.de/politik/meinung/der-feind-im-lesesaal/-/1472602/4795038/-/index.html
Das Schweigekartell im Auswärtigen Amt hatte – jedenfalls zu Bonner Zeiten – seine Komplizen im Politischen Archiv.


Stuttgarter Zeitung (online), 01.11.2010, Der Terror lebt vom Wettbewerb, von Tim Schleider
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.studie-zur-ns-zeit-der-terror-lebt-vom-wettbewerb.39e9a4f2-ab24-4a29-9418-0fd3d033b584.html


Frankfurter Rundschau (online), 02.11.2010, Entlarvte Legenden, von Volker Schmidt
http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-entlarvte-legenden,1472602,4798166.html
Die Studie über das Auswärtige Amt regt zu weiterer Aufklärung an. Um aus der Geschichte zu lernen, schauen wir auf die Mechanismen des Mitläufertums und die Methoden der Vertuscher.


Frankfurter Rundschau (online), 03.11.2010, "Eigentlich bin ich ein unpolitischer Mensch", von Joachim Frank
http://www.fr-online.de/politik/marga-henseler-und-das-auswaertige-amt--eigentlich-bin-ich-ein-unpolitischer-mensch-,1472596,4801764.html
Zurzeit geht Marga Henseler als Heldin durch die Medien. Ihre Beschwerde führte 2003 dazu, dass eine Fachkommission die NS-Vergangenheit des AA beleuchtete.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 05.11.2010, Das Amt und der Friedhof, von Alard von Kittlitz
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/eine-mumie-berichtet-das-amt-und-der-friedhof-11067534.html
Ein deutscher Generalkonsul schied im Dissens aus dem Auswärtigen Amt. Er hatte sich geweigert, auf dem Soldatenfriedhof Costermano NS-Verbrecher zu ehren. Nach der Veröffentlichung von "Das Amt" erzählt er seine Geschichte.


Spiegel-online, 05.11.2010, "Die Nebelwerferei sollte hinter uns liegen", von Wolfgang Ischinger
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727357,00.html
Auch das Auswärtige Amt war in NS-Verbrechen verstrickt, wie Historiker jetzt belegt haben. Doch der Bericht taugt nicht zu einer Abrechnung mit den Diplomaten von heute, meint Ex-Staatssekretär Wolfgang Ischinger in seinem Debattenbeitrag. Das Amt habe sich schon vorher intensiv mit seiner Vergangenheit beschäftigt.


Der Tagesspiegel (online), 05.11.2010, Wohin mit den Nazis?, von Ernst Piper
http://www.tagesspiegel.de/kultur/entnazifizierung-wohin-mit-den-nazis/1974630.html
Die Nachkriegs-Republiken in Ost und West: Kontinuitäten gab es nicht nur im Auswärtigen Amt.


Der Tagesspiegel (online), 05.11.2010, "Das Thema war nicht erwünscht", Andrea Dernbach im Gespräch mit Manfred Steinkühler
http://www.tagesspiegel.de/politik/manfred-steinkuehler-das-thema-war-nicht-erwuenscht/1968240.html
Eine Studie hat belegt, dass das Auswärtige Amt in die Nazi-Diktatur verstrickt gewesen ist. Ex-Diplomat Manfred Steinkühler über das Verhältnis des Amtes zur NS-Vergangenheit.


Neues Deutschland (online), 06.11.2010, Die Mitwisser und Mittäter – und die Anderen, von Karlen Vesper
http://www.neues-deutschland.de/artikel/183547.die-mitwisser-und-mittaeter-und-die-anderen.html?sstr=mitwisser|und|mitt%E4ter
Hitlers willige Diplomaten – Anmerkungen zur Studie über die Verbrechen des Auswärtigen Amtes in der Nazi-Zeit


Ynetnews, 08.11.2010, A shameful past, Eldad Beck im Gespräch mit Guido Westerwelle
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3980901,00.html
German Foreign Minister Guido Westerwelle laments depth of ministry's involvement in Holocaust, backs renewed settlement freeze for peace talks
Langfassung des Interviews aus Yedioth Ahronoth, 07.11.2010 (Englisch): http://www.auswaertiges-amt.de/EN/Infoservice/Presse/Interview/2010/101107-BM-Yedioth-Ahronoth.html?nn=545022
Langfassung des Interviews aus Yedioth Ahronoth, 07.11.2010 (Deutsch): http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Interviews/2010/101107-BM-Yedioth-Ahronoth.html


Die Welt/Welt-online, 08.11.2010, Wie der Bestseller "Das Amt" die Eliten anprangert, von Alan Posener
http://www.welt.de/kultur/article10798244/Wie-der-Bestseller-Das-Amt-die-Eliten-anprangert.html
Das Buch "Das Amt und die Vergangenheit" zeigt, dass Deutschland sein Heil nicht mehr in Eliten suchen darf.


Südkurier (online), 09.11.2010, Alles andere als diplomatisch, von Harald Loch
http://www.suedkurier.de/nachrichten/kultur/aktuelles/kultur/Alles-andere-als-diplomatisch;art410935,4569667
Historikerkommission legt Verstrickungen des Auswärtigen Amtes mit der Gewaltherrschaft der Nazis offen


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 10.11.2010, Ein ehrlicher und schmerzvoller Blick auf die Vergangenheit, von Jordan Mejias
http://www.faz.net/artikel/C30703/ein-ehrlicher-und-schmerzvoller-blick-auf-die-vergangenheit-30317556.html
Deutschlands Lehrstück für die Welt? Die Studie "Das Amt" wird in der deutschen Botschaft in Washington vorgestellt


Der Tagesspiegel (online), 10.11.2010, SPD und Grüne fordern Aktenfreigabe, von Sebastian Bickerich
http://www.tagesspiegel.de/politik/ns-vergangenheit-spd-und-gruene-fordern-aktenfreigabe/1979160.html  
Nach der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Auswärtigen Amts und des Finanzministeriums durch unabhängige Experten fordern SPD und Grüne die Einsetzung einer ähnlichen Kommission auch für das Bundesinnenministerium.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 12.11.2010, Seit 1952 bekannt, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E124790C9487C4567B0F98049A3666181~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Hin und wieder machen Historiker in Archiven sensationelle Funde. Hin und wieder finden sie auch nur das, was längst bekannt ist. Jedenfalls brachte es die Unabhängige Historikerkommission (UHK) des Auswärtigen Amts (AA) fertig, durch ein als besonders brisant und neu empfundenes Schriftstück das Interesse auf sich zu lenken.


Deutschlandradio Kultur, 14.11.2010, Schockierend und verdienstvoll, von Ernst Piper
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1317412/
Diese Studie über die Rolle des Auswärtigen Amtes unter den Nazis und in der Nachkriegszeit ist eine bedrückende Lektüre: Die Geschichte einer elitären Beamtenschaft, die jahrelang einer ungeheuerlichen Mord- und Vernichtungsmaschinerie zugearbeitet hat – und sich anschließend unbeschadet in der Bundesrepublik einrichten konnte.


Der Spiegel/Spiegel-online, 15.11.2010, "Gipfel der Infamie"
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75159881.html


Frankfurter Rundschau (online), 15.11.2010, Vernichtete Akten, von Götz Aly
http://www.fr-online.de/politik/meinung/vernichtete-akten/-/1472602/4835648/-/index.html
Das Auswärtige Amt wurde nach 1933 zur "verbrecherischen Organisation", so urteilt Eckart Conze, Mitautor der kürzlich vorgelegten Studie "Das Amt". Mit Verbrechern ist man selten verwandt, mit den vielen Millionen Deutschen, die Hitler zujubelten, die neue Chancen nutzten und in den Krieg zogen, leider sehr wohl.


Frankfurter Rundschau (online), 17.11.2010, Das ganze Ausmaß der Verstrickung, von Hans Mommsen
http://www.fr-online.de/kultur/literatur/das-ganze-ausmass-der-verstrickung/-/1472266/4842784/-/index.html
Das umfangreiche Werk zur Geschichte des Auswärtigen Amtes (AA) entspringt einer Initiative von Außenminister Joschka Fischer von 2005. Neben den von ihm beauftragten vier Hauptherausgebern waren weitere zwanzig Fachhistoriker daran beteiligt, während die Endredaktion bei dem verlegerisch versierten Thomas Karlauf lag.


Die Tageszeitung/taz.de, 17.11.2010, Lahme Nazi-Aufklärung im Amt, von Paul Wrusch
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2010%2F11%2F17%2Fa0026&cHash=69c39dd297
Die Opposition fordert, dass nach dem Auswärtigen Amt auch andere Ministerien ihre NS-Vergangenheit aufarbeiten. Doch geplant ist bisher wenig


Deutschlandradio Kultur, 18.11.2010, Wann war was bekannt?, von Annette Wilmes
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/forschungundgesellschaft/1322132/
Warum erst jetzt? Die Debatte um die NS-Vergangenheit hochrangiger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts ist nicht neu. Trotzdem hat die historische Aufarbeitung lange auf sich warten lassen. "Das Amt und die Vergangenheit" ist der Titel des Buches, das in diesem Herbst den Stoff für eine neue, große Aufarbeitungsdebatte geliefert hat.
Manuskript zur Sendung: http://www.dradio.de/download/127948/


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 19.11.2010, Die Archivschuldfrage, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C30189/die-archivschuldfrage-30319969.html


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 23.11.2010, Auswärtiges Amt lässt "Ahnengalerien" abhängen, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/aktuell/politik/runderlass-auswaertiges-amt-laesst-ahnengalerien-abhaengen-1580915.html
Mit einem Runderlass werden die deutschen Auslandsvertretungen aufgefordert, zu prüfen, ob die bisher publizierten Aussagen zu ihrer Rolle während des "Dritten Reichs" angemessen sind. Außerdem sollen die "Ahnengalerien" künftig überall einheitlich gestaltet werden.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 23.11.2010, Bilderstürmer Westerwelle, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/aktuell/politik/auswaertiges-amt-bilderstuermer-westerwelle-1574436.html
Die "Ahnengalerien" werden abgehängt: Dieser Bruch mit der Tradition zeugt wiederum von jener hohen Anpassungsbereitschaft, die viele Beamte des Auswärtigen Dienstes von 1870 bis heute auszeichnet.


Spiegel-online, 23.11.2010, Auswärtiges Amt lässt Bilder aus Ahnengalerien entfernen
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ns-vergangenheit-auswaertiges-amt-laesst-bilder-aus-ahnengalerien-entfernen-a-730780.html
Das Auswärtige Amt zieht Konsequenzen aus der Studie zur Nazi-Vergangenheit der Behörde: In den deutschen Botschaften sollen künftig nur noch Diplomaten-Porträts aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hängen.


Berliner Zeitung (online), 24.11.2010, Auswärtiges Amt lässt umhängen, von Andreas Förster
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/bereits-ddr-veroeffentlichung-wies-auf-ns-vergangenheit-hin-auswaertiges-amt-laesst-umhaengen,10810590,10756458.html


Berliner Zeitung (online), 24.11.2010, Des Amtes Ahnengalerie, von Harry Nutt
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/des-amtes-ahnengalerie,10810590,10756430.html


Le Figaro (online), 25.11.2010, Les ambassades allemandes font disparaître les nazis 
http://www.lefigaro.fr/international/2010/11/24/01003-20101124ARTFIG00727-les-ambassades-allemandes-font-disparaitre-les-nazis.php
À la demande du ministère des Affaires étrangères, les portraits des ambassadeurs sympathisants du IIIe Reich sont décrochés. 


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 27.11.2010, Ein Kommissionsproblem, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E43AA7189C7CB46D191859C2A3B098CA5~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Niemand im Ministerium will von der Ankündigung Westerwelles abrücken, dass "Das Amt und die Vergangenheit" Pflichtlektüre für Auslandsvertretungen sei – dabei äußern Fachleute Zweifel am ersten Teil der Studie. Die höchst unterschiedliche Qualität der Ergebnisse geht auch auf die Berufung der Kommission zurück.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 29.11.2010, Macht "Das Amt" es sich zu einfach?, Ein Gespräch von Frank Schirrmacher mit dem Historiker Daniel Koerfer
http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E69E863A34322452E9B03A5E4FE605A6B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Der Historikerbericht "Das Amt" hat neben viel Zustimmung auch Kritik erfahren. Kann man über das Dritte Reich urteilen, ohne den Lebenshorizont der Handelnden einzubeziehen? Frank Schirrmacher im Gespräch mit dem Historiker Daniel Koerfer, der dem Buch Pauschalisierungen und Ressentiments vorwirft.


Deutschlandfunk, 30.11.2010, "Das ist schon ein ziemlicher Makel", Hans Mommsen im Gespräch mit Christoph Schmitz
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1332017/
Laut Hans Mommsen weist das Buch über das Auswärtige Amt zahlreiche Fehler auf. Es entstehe der Eindruck, das Auswärtige Amt sei die entscheidende Kraft in der Durchsetzung des Holocaust gewesen. Der Historiker hätte sich gewünscht, die Herausgeber hätten Holocaustexperten zurate gezogen.


Deutschlandfunk, 01.12.2010, "Ich wundere mich über Herrn Mommsen", Moshe Zimmermann im Gespräch mit Mascha Drost
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1332774/
Die Kritik des Historikers Hans Mommsen am Kommissionsbericht "Das Amt" weist Kommissionsmitglied Moshe Zimmermann zurück. Er verstehe nicht, "weshalb man versucht, heute die Leute im Auswärtigen Amt zu exkulpieren".


Deutschlandfunk, 02.12.2010, Verengte Perspektive auf "Das Amt", Götz Aly im Gespräch mit Karin Fischer
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1333674/
Das Buch "Das Amt" hat einen Historikerstreit zur Rolle des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich ausgelöst. Eine Mitschuld sei gegeben, dennoch sei es falsch, die Behörde grundsätzlich als "verbrecherische Organisation" zu verurteilen, erklärt der Historiker Götz Aly.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 02.12.2010, Geschichtstag im Auswärtigen Amt, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C30189/geschichtstag-im-auswaertigen-amt-30349123.html


Schwäbisches Tagblatt (online), 02.12.2010, Zeithistoriker Eckart Conze im TAGBLATT-Interview, Eckart Conze im Gespräch mit Hans-Joachim Lang
http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/hochschule_artikel,-Zeithistoriker-Eckart-Conze-im-TAGBLATT-Interview-_arid,118691.html
Vor fünf Jahren wurde Prof. Eckart Conze von Außenminister Joschka Fischer in eine internationale Historikerkommission berufen. Deren Aufgabe war es, die Geschichte des Auswärtigen Amtes im Nationalsozialismus und den Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945 zu erforschen. Das Ergebnis der vorgelegten Studie ist auch relevant für die Bewertung zweier Tübinger Nachkriegspolitiker, für Kurt Georg Kiesinger und Hans Gmelin.


Der Spiegel/Spiegel-online, 06.12.2010, Unkenntnis und Ignoranz, von Klaus Wiegrefe
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75476918.html
Der Bericht einer Historikerkommission sollte den Streit um die Nazi-Vergangenheit des Auswärtigen Amts befrieden. Das Gegenteil ist der Fall: Historiker laufen Sturm gegen den Bestseller.


Süddeutsche Zeitung, 07.12.2010, Akten ohne Ende, von Gregor Schöllgen
http://www.zag.uni-erlangen.de/media/directory/uploads/sz-akten.pdf
Zur Debatte um "Das Amt": Seit neun Jahrzehnten macht das Auswärtige Amt seine Bestände jedermann zugänglich.


Die Tageszeitung/taz.de, 09.12.2010, "Am Ende nur noch Opfer", Interview von Stefan Reinecke und Christian Semler mit Ulrich Herbert
http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/am-ende-nur-noch-opfer/
Die Studie "Das Amt" hat gezeigt, wie stark das Auswärtige Amt in den Mord an den europäischen Juden verstrickt war. Jetzt melden sich die Kritiker zu Wort.


Die Zeit/Zeit-online, 09.12.2010, Debatte oder Posse?, von Benedikt Erenz
http://www.zeit.de/2010/50/NS-Geschichte-Auswaertiges-Amt


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 10.12.2010, Zerrbild Nüßlein, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C30189/zerrbild-nuesslein-30357677.html


Süddeutsche Zeitung, 10.12.2010, Unser Buch hat einen Nerv getroffen, von Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann
http://www.historikerkommission-aa.uni-marburg.de/pdf/SZ-Kommissionsantwort.pdf
Die Studie "Das Amt" über deutsche Diplomaten im Nationalsozialismus hat große öffentliche Resonanz hervorgerufen. Jetzt verteidigen die Verfasser ihre Arbeit erstmals öffentlich.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 10.12.2010, Das Ende aller Vertuschung, von Christopher R. Browning
http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~ED7EF965946FA44DA9EC5E21DE4D55965~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Das Auswärtige Amt hat an der Verfolgung der Juden mitgewirkt – in welchem Maße, das zeigt erst der Kommissionsbericht "Das Amt". Trotz mancher Pauschalisierung leistet er einen gewichtigen Beitrag zur Forschung. Dafür sollten wir dankbar sein, urteilt der amerikanische Historiker Christopher R. Browning.


Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 11.12.2010, Aufklärer sind keine Querulanten, von Johan Schloemann
http://sueddeutsche.de/politik/ns-vergangenheit-des-auswaertigen-amtes-aufklaerer-sind-keine-querulanten-1.1035014
Das Buch der Historikerkommission über "Das Amt" zur Nazizeit hat eine große Wirkung. Weil sich die Mär der "Kollektivunschuld ganzer Dienststellen" lange hielt – und weil das Thema am kollektiven Selbstverständnis kratzt.


Der Tagesspiegel (online), 12.12.2010, Diskussion um die Studie "Das Amt" spitzt sich zu, von Bernhard Schulz
http://www.tagesspiegel.de/kultur/diskussion-um-die-studie-das-amt-spitzt-sich-zu/3620380.html
"Das Amt", als 880-Seiten-Wälzer vorwiegend biografischer Detailinformationen über Ministerialbeamte, hat eine Diskussion entfacht, die in Umfang und Heftigkeit an den "Historikerstreit" der bundesdeutschen Spätzeit 1987/88 erinnert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 17.12.2010, Der Wilhelmstraßen-Kern, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C30189/der-wilhelmstrassen-kern-30353614.html


Der Tagesspiegel (online), 20.12.2010, Wehret den Verharmlosungen, von Moshe Zimmermann
http://www.tagesspiegel.de/kultur/wehret-den-verharmlosungen/3637062.html
Hat die Studie "Das Amt und die Vergangenheit" die Verstrickung der Diplomaten des Auswärtigen Amts in den Holocaust dramatisiert? Moshe Zimmermann, einer der Autoren der Forschungsarbeit, antwortet seinen Kritikern.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 22.12.2010, Haltlose und unredliche Vorwürfe, von Jürgen Sudhoff
http://www.faz.net/artikel/C30189/fremde-federn-juergen-sudhoff-haltlose-und-unredliche-vorwuerfe-30355242.html


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 23.12.2010, Die Historiker und das Amt, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E552502D7BFD74B4E85DA266D2FC1BBD6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Das Auswärtige Amt hat den Bericht der Fischer-Kommission voreilig zur neuen Diplomaten-Bibel erklärt. Er sollte die Legende von der Wilhelmstraße als einem "Hort des Widerstandes" zerstören. Genauer betrachtet erweist sich aber vieles als geschickte Verpackung.


The New York Times (online), 26.12.2010, Reich Bureaucrats Seen in a New Light, von Judy Dempsey
http://www.nytimes.com/2010/12/27/world/europe/27iht-berlin27.html?_r=1&sq=conze&st=cse&scp=1&pagewanted=all


Die Tageszeitung/taz.de, 30.12.2010, Männer im Elitekampf, von Rudolf Walther
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/maenner-im-elitekampf-1/
Der Streit über die Politik des Auswärtigen Amts im "Dritten Reich" ist anachronistisch und zeitgemäß zugleich: Konservative beugen Fakten.


Berliner Zeitung (online), 31.12.2010, Die Couragierte, von Holger Schmale
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/-ein-ehrendes-andenken--verstoerte-marga-henseler--die-einstige-mitarbeiterin-des-auswaertigen-amtes-hakte-nach-die-couragierte,10810590,10763410.html


El País (online), 02.01.2011, La oscura diplomacia del Tercer Reich, von Laura Lucchini
http://www.elpais.com/articulo/reportajes/oscura/diplomacia/Tercer/Reich/elpepusocdmg/20110102elpdmgrep_5/Tes
Un nuevo libro implica a los embajadores de la Alemania nazi en las deportaciones y la eliminación de judíos. El mito del distanciamiento de los diplomáticos del Reich se derrumba.


Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 10.01.2011, "Die Naivität der Opfer war ein Schock", Interview von Claudia Tieschky und Willi Winkler mit Saul Friedländer
http://sueddeutsche.de/politik/holocaust-forscher-saul-friedlaender-die-naivitaet-der-opfer-war-fuer-mich-ein-schock-1.1044186
Er ist Jude und Holocaust-Forscher: Ein Gespräch mit dem Historiker Saul Friedländer über "Das Amt", die katholische Kirche und emotionale Wissenschaft.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 13.01.2011, Schnellbrief und Braunbuch, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F948B/Doc~E7A2B174CC70D40AEBE42EECCA6C4B5A8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die "Unabhängige Historikerkommission" des Auswärtigen Amts verletzt wissenschaftliche Standards und pflegt Vorurteile.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 14.01.2011, Wie einmal sogar Habermas überrascht war, von Patrick Bahners
http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EB3A79D25A57C41B89FF6AAC0C64D5825~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Historikerstreiter trifft auf Kommissionsmitglied: In München wurde über die Studie "Das Amt" diskutiert. Deren Mit-Autor Norbert Frei gab den Unpolitischen.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 17.01.2011, Worin besteht die Sensation?, von Horst Möller
http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~EF853FAFCDBEC4CEE8432372D290BFA92~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Braucht Deutschland alle paar Jahre einen "Historikerstreit", wirkt die periodisch wiederholte Behauptung, die NS-Vergangenheit sei in der Bundesrepublik verdrängt worden, nicht ermüdend, zumal sich jeder Zeitungsleser und Fernsehzuschauer seit Jahrzehnten vom Gegenteil überzeugen kann? Tatsächlich existiert in Deutschland kein historisches Thema, das intensiver erforscht, worüber nachhaltiger diskutiert würde.


Potsdamer Neueste Nachrichten (online), 26.01.2011, "Das ist eine Art Kreuzzug", Interview mit Moshe Zimmermann von Dirk Becker
http://www.pnn.de/potsdam-kultur/368783/
Moshe Zimmermann, der heute in Potsdam "Das Amt" vorstellt, über die Kritik an diesem Buch.


Hannoversche Allgemeine (online), 26.01.2011, Historikerstreit über "Das Amt und die Vergangenheit", von Kristian Teetz
http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Buecher/Historikerstreit-ueber-Das-Amt-und-die-Vergangenheit
Der Historiker und Autor Moshe Zimmermann hat sich im Pavillon Hannover mit den Kritikern seiner Studie über das Auswärtige Amt und dessen Rolle im Dritten Reich auseinandergesetzt.


Die Zeit/Zeit-online, 27.01.2011, Eine Frage der Ehre, von Alexander Cammann
http://www.zeit.de/2011/05/Akte-Auswaertiges-Amt/komplettansicht
Der Streit um das Buch zur Geschichte des Auswärtigen Amtes nimmt seltsame Formen an. Sachliche Argumente spielen kaum noch eine Rolle.


Der Spiegel, 07.02.2011, Klitzekleine Probleme
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76764145.html
Wessen Porträt darf in einer bundesdeutschen Vertretung hängen?


Die Zeit/Zeit-online, 03.03.2011, Der Fall Gaerte, von Hans-Jürgen Döscher
http://www.zeit.de/2011/10/Diplomat-Justiz/komplettansicht
Jetzt geht es ums Ganze: Ein deutscher Diplomat zieht gegen das Buch "Das Amt" vor Gericht.


Buchmarkt (online), 03.03.2011, Einstweilige Verfügung gegen "Das Amt und die Vergangenheit" – allerdings wirksam nur für zukünftige Auflagen
http://www.buchmarkt.de/content/46060-affaeren.htm


Jüdische Allgemeine (online), 03.03.2011, "Einfach ehrlich", von Indra Kley
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9858
Joschka Fischer spricht erstmals in Tel Aviv über die NS-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 07.03.2011, Die Wilhelmstraßen-Verklärung, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/die-wilhelmstrassen-verklaerung-1612083.html


Der Tagesspiegel (online), 15.03.2011, Deutschlands gute Botschaft, von Guido Westerwelle
http://www.tagesspiegel.de/politik/gastbeitrag-von-guido-westerwelle-deutschlands-gute-botschaft/3950030.html
60 Jahre Auswärtiges Amt sind eine Erfolgsgeschichte, schreibt Guido Westerwelle in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel. Der Außenminister geht auf Distanz zu dem kritischen Urteil der Unabhängigen Historikerkommission über das Auswärtige Amt.


Cicero (online), 24.03.2011, "Die Aufarbeitungswelle ist kein Zufall", Silke Kehl im Gespräch mit Reinhard Rürup
http://www.cicero.de/salon/%E2%80%9Edie-aufarbeitungswelle-ist-kein-zufall%E2%80%9C/41820
Die Ausstellungen zur Wehrmacht und die Studie zum Auswärtigen Amt haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber warum arbeiten viele Institutionen erst jetzt ihre Vergangenheit auf? Ein Gespräch mit dem Historiker Reinhard Rürup.


Spiegel-online, 01.04.2011, Historiker zerpflückt Bestseller, von Klaus Wiegrefe
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,754558,00.html
Der Bestseller "Das Amt" über das Auswärtige Amt und seine Rolle in der Nazi-Zeit hat einen erbitterten Streit ausgelöst. Mit Johannes Hürter vom renommierten Institut für Zeitgeschichte hat nun erstmals ein Kenner dieser Materie das Buch umfassend analysiert. Sein Urteil ist vernichtend.


Die Welt/Welt-online, 04.04.2011, "Das ist eine Kampagne", Interview von Alan Posener mit Moshe Zimmermann
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13061464/Das-ist-eine-Kampagne.html
Das Münchener Institut für Zeitgeschichte greift den Bestseller "Das Amt und die Vergangenheit" an. Moshe Zimmermann, Mitautor der Studie, sieht hinter der Kritik politische Motive.


Die Welt/Welt-online, 06.04.2011, Zum Genozid verdichtet, von Alan Posener
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13085706/Zum-Genozid-verdichtet.html


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 06.04.2011, "Das Amt" könnte viel kritischer sein, von Patrick Bahners
http://www.faz.net/artikel/C31509/das-amt-koennte-viel-kritischer-sein-30423096.html
Sachlichen Einwänden antworten politische Verdächtigungen: So verfährt die "Unabhängige Historikerkommission" jetzt auch mit Johannes Hürter.


Der Freitag (online), 07.04.2011, Das Ende meiner Amtszeit, von Manfred Steinkühler
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-ende-meiner-amtszeit
"Das Amt und die Vergangenheit" hat seine Kritiker gefunden. Unbestreitbar bleibt: Das Auswärtige Amt war in die NS-Verbrechen verstrickt. Erinnerung eines Ex-Diplomaten


Buchmarkt (online), 03.03.2011, EV gegen Amt hat keinen Bestand mehr – und anwaltlich bestätigt: BuchMarkt führt "bemerkenswerte" Interviews
http://www.buchmarkt.de/content/46588-ev-gegen-amt-hat-keinen-bestand-mehr-und-anwaltlich-bestaetigt-buchmarkt-fuehrt-bemerkenswerte-interviews.htm


Frankfurter Rundschau (online), 03.05.2011, Zauberwort Differenzierung, von Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann
http://www.nng.uni-jena.de/lsnngmedia/Downloads/Frankfurter+Rundschau%C2%A0_+Zauberwort+Differenzierung.pdf
Im Streit um den Bestseller "Das Amt" werfen die Verfasser ihren Kritikern eine Manipulation der Öffentlichkeit vor – ein Gastbeitrag für die FR.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 05.05.2011, Politik gegen Kritik, von Patrick Bahners
http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EF0FEA704E51D4918A458D7DD7A44AC18~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die Debatte um "Das Amt" geht weiter. Ein Rezensionsaufsatz hatte grundsätzliche Einwände gegen die Arbeitsteilung der Historikerkommission erhoben. Deren Verteidigung geht nun an der Sache vorbei.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 13.05.2011, Scheel: Der Mythos ein Popanz, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/artikel/C30189/scheel-der-mythos-ein-popanz-30427023.html


Spiegel-online, 27.05.2011, "Dieses Buch ist zutiefst fehlerhaft", von Jan Friedmann
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765349,00.html
Der renommierte britische Historiker Richard J. Evans hat sich den Bestseller "Das Amt" vorgeknöpft. Er hält die Arbeit seiner Kollegen über die deutschen Diplomaten unter Hitler für mangelhaft – und wirft den Herausgebern des Buchs "Pflichtverletzung" vor.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 08.06.2011, Handwerk, von Patrick Bahners
http://www.faz.net/artikel/C31509/r-j-evans-ueber-das-amt-handwerk-30434204.html


Frankfurter Rundschau (online), 08.07.2011, "Viele Behauptungen greifen zu kurz", Interview von Michael Hesse mit Richard J. Evans
http://www.fr-online.de/kultur/-viele-behauptungen-greifen-zu-kurz-,1472786,8645464.html
Die Studie "Das Amt" löst weiterhin Kontroversen aus – Der Historiker Richard J. Evans sagt im FR-Interview, dass die Autoren Akten des Auswärtigen Amtes "in möglichst negativer Weise interpretiert" hätten, ohne wichtige Sekundärliteratur zu berücksichtigen.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 15.03.2012, Das Amt und sein Archiv, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/aktuell/politik/diplomaten-im-dritten-reich-das-amt-und-sein-archiv-11685901.html
Unmittelbar vor Beginn der Leipziger Buchmesse ist eine handfeste Kampagne, die im Zusammenhang mit dem Buch "Das Amt" angezettelt worden war, in sich zusammengebrochen. Im "neuen" Vorwort zur Taschenbuchausgabe verteidigen sich die Autoren gegen Kritik


FAZ.net, 21.03.2012, "Diffamierungen ohne jeden Beleg"
http://www.faz.net/aktuell/politik/walter-scheel-kritisiert-das-amt-diffamierungen-ohne-jeden-beleg-11691961.html
Die Behauptung, im Außenministerium seien Spuren der NS-Vergangenheit vertuscht worden, sei "schlichtweg Unsinn", schreibt der frühere Bundespräsident Walter Scheel in einem F.A.Z.-Gastbeitrag als Reaktion auf das neue Vorwort zum Buch "Das Amt und die Vergangenheit".


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung/FAZ.net, 06.05.2012, Panzerschrank der Schande, von Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann
http://www.faz.net/aktuell/das-archiv-des-auswaertigen-amtes-panzerschrank-der-schande-11740633.html
Vernichtete Akten, verschwundene Dokumente und zuletzt ein Persilschein für die Erschwerung des Zugangs zu Unterlagen: Wie das Politische Archiv des Auswärtigen Amts Forschungsarbeit behindert.


Der Spiegel, 26.11.2012, Schwierige Geschichte
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-89801829.html


Die Zeit/Zeit-online, 27.06.2013, "Ein Mann von vornehmer Gesinnung", von Hans-Jürgen Döscher
http://www.zeit.de/2013/27/bernd-gottfriedsen-ss-fuehrer-auswaertiges-amt/komplettansicht
Als Diplomat in Ribbentrops Auswärtigem Amt: Aus dem Leben des SS-Führers Bernd Gottfriedsen


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 22.09.2013, Der Diplomat und "Das Amt", von Rainer Blasius
http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/politische-buecher/wolfgang-schultheiss-anmerkungen-zu-das-amt-und-die-vergangenheit-der-diplomat-und-das-amt-12585225.html
Wolfgang Schultheiß, 1945 geborener Jurist und pensionierter Diplomat, der außenpolitischer Berater des Bundespräsidenten Rau war, müht sich, "einige Unebenheiten und Zuspitzungen" zu beseitigen an der Studie der Unabhängigen Historikerkommission des Auswärtigen Amts, die "notwendig und nützlich" gewesen sei.


Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ.net, 06.10.2013, Diplomatendämmerung, von Rainer Blasius
http://www.faz.net/aktuell/politik/eckart-conze-das-auswaertige-amt-diplomatendaemmerung-12606034.html
Die Entwicklung des Auswärtigen Amts von der Gründung in Berlin 1870 bis zur Rückkehr vom Rhein an die Spree 2000 lässt Eckart Conze gekonnt und meinungsstark Revue passieren.


Die Welt/Welt-online, 19.11.2013, Joschka Fischers Rache am Auswärtigen Amt, von Thomas Schmid
http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article122017508/Joschka-Fischers-Rache-am-Auswaertigen-Amt.html
2005 ließ der damalige Außenminister Joschka Fischer eine Studie zur NS-Verstrickung deutscher Diplomaten erstellen. Ein neues Buch wirft der Untersuchung Einseitigkeit vor. Und nennt dafür ein Motiv.


Der Tagesspiegel (online), 19.11.2013, Mitläufer, aber keine Mörder, von Hans Monath
http://www.tagesspiegel.de/meinung/ns-vergangenheit-des-auswaertigen-amtes-mitlaeufer-aber-keine-moerder/9099034.html
Unter Joschka Fischer wurde das Auswärtige Amt einst von Forschern auf seine NS-Vergangenheit untersucht. Jetzt hat der Historiker Daniel Koerfer die Geschichte neu aufgearbeitet – und sucht mit viel Polemik den Streit mit seinen Kollegen.


NZZ-online, 21.11.2013, Im Auge des Revisionisten sehen die braunen Diplomaten viel ungefährlicher aus, von Joachim Güntner
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/im-auge-des-revisionisten-sehen-die-braunen-diplomaten-viel-ungefaehrlicher-aus-1.18189050


Die Welt/Welt-online, 23.11.2013, Der Widerstand im Amt, von Lars-Broder Keil
http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article122182226/Der-Widerstand-im-Amt.html
Die Debatte über Diplomaten im Nationalsozialismus geht weiter: Zwei neue Bücher über Hitler-Gegner im Außenministerium


Neues Deutschland (online), 25.07.2014, Der historische Schuldspruch ist gefällt, von Norbert Podewin
http://www.neues-deutschland.de/artikel/940230.der-historische-schuldspruch-ist-gefaellt.html
Wie Daniel Koerfer sich vergeblich mühte, deutsche Diplomaten zu entlasten