Hg. von Modjgan Hashemian, Marie Luise Würth

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5. Oktober 2020

In INSELLANDSCHAFTEN verschmelzen Film, Performance und Text. Das Projekt der Choreographin Modjgan Hashemian zeichnet die Erfahrungen von Frauen zwischen iranischer Revolution und Diaspora in West-Berlin nach. Offenbart werden Erfahrungen und Erlebnisse von Frauen, die vor dem Hintergrund des deutsch-deutschen Erinnerungsfurors unsichtbar geworden sind. Modjgan Hashemian hört ihren Erzählerinnen zu, taucht gleichsam in ihre Geschichten ein. Dabei verschwimmen die Erinnerungen an die Teilung Berlins und an die Iranische Revolution.
Gemeinsam mit zeitgeschichte|online webt INSELLANDSCHAFTEN Kunst und Wissenschaft ineinander, um die (Un-)Sichtbarkeiten des kollektiven Gedächtnisses darzustellen und Licht auf diesen blinden Fleck der Geschichtsschreibung zu werfen. Basierend auf den transgenerationellen Gesprächen mit sechs Frauen veröffentlicht zeitgeschichte|online als Kooperationspartnerin des künstlerischen Projektes drei Essays der Dramaturgin Marie Luise Würth: Auf Deutsch und Farsi berichten die Frauen über ihre Erfahrungen, ihre Trauer und ihre Sehnsüchte, die sie zwischen West-Berlin und dem Iran erlebt haben. Übersetzt wurden die Essays von Ferial Kasmai.

Historisch eingebettet werden diese verdichteten Essays durch die chronologische Ortsuntersuchung Der Potsdamer Platz zwischen Brache und „Weltstadtplatz“ unserer Autorin Julia Wiggers. Einen umfassenden Blick auf die Thematik wirft eine redaktionelle Materialliste. Weitere Hintergrundtexte zur Deutsch-Iranischen Verflechtungs-, Migrations- oder Stadtgeschichte werden folgen. Wer einen Beitrag einreichen möchte, sende bitte ein aussagekräftiges Exposé an die Redaktion.

 


INSELLANDSCHAFTEN feiert am Freitag, den 9. Oktober 2020 in den Uferstudios Premiere.

Eine Produktion von Modjgan Hashemian gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds mit freundlicher Unterstützung der Uferstudios.

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